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Rhein-Sieg-Kreis

Vortrag: Jüdische Professoren und Studierende an der Universität Bonn

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Jüdische Dozenten sowie Herkunft, sozialer Hintergrund und die Verteilung auf die einzelnen Fakultäten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn während der ersten hundert Jahre deren Bestehens stehen im Mittelpunkt eines Vortrags im Rahmen der Veranstaltungsreihe 2022 der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“. Dieser findet am Sonntag, 12. Juni 2022, von 14.45 Uhr bis 16.15 Uhr, in der Evangelischen Salvatorkirche, Kirchplatz 8, 51570 Windeck-Rosbach, statt. Der Eintritt ist kostenfrei.  

Im Jahr 1818 wurde auf Anordnung des Königs Friedrich Wilhelm III. von Preußen in Bonn eine Universität gegründet, die zu den modernsten Hochschulen ihrer Zeit gehörte. Die meisten ihrer Studenten kamen aus den damaligen preußischen Gebieten in Rheinland und Westfalen, darunter auch aus dem Bergischen Land. Entsprechend der damaligen preußischen Hochschulpolitik, die allen Religionen gegenüber tolerant war, aber die evangelische Konfession stark bevorzugte, waren nur ganz wenige jüdische Dozenten an die neue Universität berufen worden, etwa der klassische Philologe Jacob Bernays oder der Geograph Georg Benjamin Mendelssohn, die gleichwohl einen nicht geringen Einfluss auf ihr jeweiliges Fach hatten. Der Anteil der jüdischen Studierenden war höher als der Anteil von Juden an der Gesamtbevölkerung, aber er erreichte nicht mehr als 1-2 Prozent der Studierendenschaft.

Der Referent, Dr. Thomas Becker, ist Leiter des Archivs der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Lehrbeauftragter für Rheinische Landesgeschichte und Universitätsgeschichte.

25.05.2022/254

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