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Rhein-Sieg-Kreis

Die Biene: kleines Kraftpaket mit großer Wirkung

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Sie ist ein kleines Kraftpaket, das große Wirkung entfaltet: die Biene. Ohne ihr emsiges Bestäuben auch landwirtschaftlicher Pflanzen, könnten diese sich nicht neu verbreiten und wachsen. Mit ihrer tatkräftigen Arbeit trägt die Biene mit zum Überleben der Menschheit bei.

Ein motivierender Anlass, sich am 20. Mai, dem alljährlichen Weltbienentag, Zeit zu nehmen und die emsigen Insekten zu würdigen.

„Bienen gehören zu den wichtigsten Bestäubern. Während die Honig- und Wildbienen von Blüte zu Blüte fliegen und Nektar oder Pollen sammeln, bestäuben sie gleichzeitig die Pflanzen. So tragen die Wild- und Kulturpflanzen später Früchte und entwickeln Samen“, erklärt Dr. Johannes Westarp, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Rhein-Sieg-Kreises. „Damit tragen sie nicht nur zur biologischen Vielfalt bei, sondern stellen auch maßgeblich nachhaltige Landwirtschaft sowie Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit sicher“, darauf weist Dr. Johannes Westarp hin.

Einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des Ökosystems leisten somit auch die Imkereien. „Im Rhein-Sieg-Kreis gibt es 1.916 gemeldete Imkerei-Betriebe mit insgesamt 10.945 Bienenvölkern. Dabei ist in den vergangenen Jahren erfreulicherweise ein Anstieg der Hobby-Imkerinnen und Hobby-Imker mit einem oder wenigen Bienenstöcken zu verzeichnen.

Bei der artgerechten Haltung der Honigbiene gibt es wichtige Dinge zu beachten.  Wer Bienen züchten und Honig im Eigenbetrieb herstellen möchte, sollte – so die Empfehlung des Kreisveterinäramtes – einem der vielen Imkervereine im Kreis beziehungsweise der Region beitreten. Aktuell führt der Imkerverband Rheinland e.V. in der Region 20 Vereine auf. Sie unterstützen gerade Neulinge auf dem Gebiet dieser alten Kulturtechnik mit Einführungskursen und hilfreichen Informationen.

Ganz wichtig ist darauf zu achten, seuchenrechtliche Vorgaben einzuhalten. Denn nur so kann verhindert werden, dass die eigenen Bienenvölker krank werden und andere anstecken. Grundsätzlich muss die Bienenhaltung beim Kreisveterinäramt und der Tierseuchenkasse angemeldet werden. Bei Wanderungen über die Kreisgrenze hinweg sowie bei Kauf und Übernahme von Bienenvölkern, Königinnen und Ablegern ist ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis erforderlich. Interessierte sollten Angebote von Völkern über das Internet mit Vorsicht genießen.

Nicht selten tritt auch in Völkern der Region ein Befall mit der Varroa-Milbe auf, weshalb regelmäßige Kontrollen und eine jährliche Behandlung gefordert sind.

Auch die Amerikanische Faulbrut grassiert weiterhin im Rhein-Sieg-Kreis. Zur Bekämpfung dieser Bienenseuche bestehen in Windeck, Hennef, Königswinter, Alfter und Bornheim jeweils ein Sperrgebiet. Nähere Auskünfte zur Amerikanischen Faulbrut erteilt das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises unter Telefon 02241/13-2335 oder E-Mail: veterinaeramtrhein-sieg-kreisde.

Aktuell gibt es 25 amtlich bestellte Bienensachverständige, die das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises in ihrer praktischen Arbeit und der Seuchenbekämpfung vor Ort tatkräftig unterstützen.

10.05.2023/161

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