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Rhein-Sieg aktuell

Rheinischer Kunstpreis 2023 geht an Gertrud Riethmüller

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Die Preisträgerin des Rheinischen Kunstpreises 2023 steht fest: Gertrud Riethmüller ist die neue Preisträgerin des Kunstpreises des Rhein-Sieg-Kreises.

Nach mehrstündiger Sitzung heute entschied sich die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Thorsten Valk, Direktor des LVR LandesMuseums Bonn für Gertrud Riethmüller.
Erstmals wurden in diesem Jahr zwei Neuerungen im Ausschreibungsverfahren umgesetzt. Zum einen wurden die Bewerbungen digital über ein Bewerbungsportal eingereicht, zum anderen stand die Ausschreibung der renommierten Auszeichnung unter einem Schwerpunktthema: „Arbeitswelten der Moderne“. 

„Der Rheinische Kunstpreis 2023 geht an Gertrud Riethmüller“, heißt es in der Jury-Begründung. „Die Arbeiten von Gertrud Riethmüller beeindrucken durch ästhetische Präsenz und gedankliche Komplexität. Ihre Installationen und Performances verknüpfen unsere eigenen Lebenserfahrungen mit den überzeitlichen Erzählungen des antiken Mythos. Sie eröffnen Assoziationsräume im Zusammenspiel von Gegenwart und Vergangenheit, Auflösung und Neubildung. Grenzüberschreitungen vom Visuellen zum Auditiven sowie vom Zeichnerischen zum Skulpturalen verleihen den Arbeiten von Gertrud Riethmüller eine Deutungsoffenheit, die das Publikum zu vielfältiger Partizipation einlädt.“

100 Künstlerinnen und Künstler haben sich bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 31. August 2023 um diese Auszeichnung für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der bildenden Kunst beworben. Der Rheinische Kunstpreis zählt zu den begehrtesten seiner Art im Rheinland und schlägt mit der Ausweitung in die Partnerregion des Rhein-Sieg-Kreises eine Brücke in den europäischen Kulturraum.

Die Ehrung ist mit einem Preisgeld von 20.000 Euro dotiert. Zusätzlich wird die Preisträgerin oder der Preisträger mit einer Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn samt Ausstellungskatalog geehrt. Die Preisübergabe wird im Vorfeld erfolgen. Beide Termine stehen noch nicht fest.

Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger sind:
2002 Sonia Knopp, Köln
2004 Gabriele Pütz, Bad Honnef
2006 Yun Lee, Düsseldorf
2008 Christoph Pöggeler, Düsseldorf
2010 Elger Esser, Düsseldorf
2012 Ulrike Rosenbach, Nettersheim-Roderath
2014 Zipora Rafaelov, Düsseldorf
2016 Masoud Sadedin, Troisdorf
2018 Andreas Bausch, Köln
2020 Herbert Döring-Spengler, Lohmar

Die Zusammensetzung der Jury:

  • Thomas Wagner, Kulturdezernent des Rhein-Sieg-Kreises
  • Dr. Thorsten Valk, Direktor des LVR-Landesmuseums Bonn
  • Dr. Dr. Christoph Schaden, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
  • Dr. Frank Günter Zehnder, Direktor des Rheinischen Landesmuseums Bonn des Landschaftsverbandes Rheinland a.D.
  • Ulrike Uelsberg, Direktorin des LVR-Landesmuseums Bonn a.D.
  • Madeleine Frey, Direktorin des Max-Ernst-Museum Brühl des LVR
  • Michael Solf, CDU-Fraktion im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises
  • Nils Suchetzki, SPD-Fraktion im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises
  • Nada Catic, Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises
  • Dagmar Ziegner, FDP-Fraktion im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises

Das Ausschreibungsgebiet im Einzelnen:
Um den Rheinischen Kunstpreis konnte sich bewerben, wer
im Gebiet des Landschaftsverbandes Rheinland oder
in den südlich davon gelegenen Gebietskörperschaften

  • Kreis Ahrweiler,
  • Kreis Neuwied,
  • Kreis Altenkirchen (Ww.),
  • Kreis Mayen-Koblenz,
  • Stadt Koblenz
  • Westerwaldkreis
  • Rhein-Lahn-Kreis
  • Rhein-Hunsrück-Kreis oder
  • in der europäischen Partnerregion des Rhein-Sieg-Kreises Kreis Bolesławiec (Polen) geboren ist oder dort wohnt.

 27.10.2023/361

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