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Rhein-Sieg-Kreis

Enschede – Stadtrundgang

Veranstaltung der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

06:30 bis 19:30

„Spuren der jüdischen Vergangenheit“ und Besichtigung der „schönsten Synagoge von West-Europa“

Tagesexkursion mit Dr. Claudia Maria Arndt, Siegburg

Wahrscheinlich lebten bereits im 18. Jh. Juden in Enschede. Allerdings waren sie lediglich toleriert, ihr Leben war vielen Beschränkungen unterworfen, so dass die jüdische Gemeinschaft kaum expandierte. Die Französische Revolution und damit die Batavische Republik im Jahr 1795 brachten die Änderung: Die Juden wurden als Bürger anerkannt, und 1798 folgte die religiöse Gleichheit, die sich im Laufe des 19. Jh. auch durchsetzte.

Daher kamen nach und nach mehr Juden in die Stadt. Zu Beginn der deutschen Besatzung im Jahre 1941 hatte die jüdische Gemeinde 1.400 Mitglieder, darunter viele deutsche Emigranten. Auch wenn viele von ihnen – dank des Engagements zahlreicher niederländischer Christen – untertauchen konnten,  zählte die Gemeinde am Ende des Krieges nur noch 700 Mitglieder. Heute gibt  es nur noch etwa 75 Gemeindemitglieder.

1927/28 wurde an der Prinsestraat, da die alte Synagoge im Stadtzentrum zu  klein geworden war, nach Plänen von Karel de Bazel (1869-1923) eine neue  Synagoge erbaut. Sie ist im Inneren reich mit bunten Bleiglasfenstern und Mosaiken ausgestattet und bot 600 Gottesdienstbesuchern Platz. Dass die  Synagoge in der NS-Zeit nicht zerstört wurde, ist dem Umstand zu verdanken, dass der deutsche Sicherheitsdienst das Gebäude in den letzten Kriegsjahren nutzte. Der heutige Besitzer des Gebäudes ist die Stiftung Synagoge Enschede. Sie gilt als schönste Synagoge von West-Europa.

Im Rahmen der Exkursion werden eine Führung durch die Synagoge sowie eine  Außenführung „Auf den Spuren der jüdischen Vergangenheit Enschedes“ (insgesamt ca. 2,5 Stunden) angeboten. Der Nachmittag steht den Teilnehmern zur freien Verfügung.

Informationen

Beginn06:30 Uhr
EinlassTreffpunkt/Abfahrt: Konrad-Adenauer-Allee, 53721 Siegburg (hinter dem Hauptbahnhof)
AnmeldungPersönliche Anmeldung im Kreisarchiv erforderlich! Maximale Teilnehmerzahl:
40 Personen.

Eintritt

Teilnahmegebühr: 27,50 Euro (für Mitglieder des Fördervereins Gedenkstätte Landjuden an der Sieg e. V.) bzw. 32,50 Euro

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