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Kunst und Kultur

Die Juden auf der Wolkenburg – ein Vorgeschmack des eigenen Staates Israel

Gedenkstätte Landjuden an der Sieg

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

14:45 bis 16:30

Bei der Sammlung der Teilnehmer am Zweiten Kreuzzug im Rheinland im Jahre 1146 versuchte der Kölner Erzbischof Arnold I. die Übergriffe an der jüdischen Bevölkerung zu verhindern, die fünfzig Jahre zuvor im Vorfeld des Ersten Kreuzzuges stattgefunden hatten, das erste große europäische Pogrom.

Vortrag von Prof. Dr. Kurt Roessler, Bornheim

Arnold I. übergab im September 1146 die Wolkenburg im Siebengebirge, die von seinem Vorgänger 1118 erbaute stärkste Festung des Erzstiftes, an die Kölner jüdische Gemeinde bis zum Abzug der Kreuzfahrer in den Orient im Mai 1147. Nach Abzug der erzbischöflichen Besatzung konnten sich dort die Juden selbst erfolgreich gegen Übergriffe der gewaltbereiten Kreuzfahrer verteidigen. Der Erzbischof erhielt als Hypothek den gesamten Besitz der Juden in Köln, auch die Synagoge, die damit als temporäres Kircheneigentum unter der Strafe der Exkommunikation vor Plünderungen und Zerstörung etwas geschützt war.

Die in der europäischen Geschichte einmalige, institutionalisierte Selbstverteidigung der Juden wirkt wie ein kurzfristiger Vorläufer des heutigen Staates Israel. Sie ist eines der hellen Kapitel in der sonst so düsteren Geschichte der Juden in Deutschland.

 

Informationen

Beginn14:45 Uhr

Eintritt

Der Eintritt ist frei.

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