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Rhein-Sieg-Kreis

Jüdische Professoren und Studierende an der Universität Bonn (1818-1918)

Gedenkstätte Landjuden an der Sieg

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

14:45

Vortrag von Dr. Thomas Becker, Bonn

Im Jahr 1818 wurde auf Anordnung des Königs Friedrich Wilhelm III. von Preußen in Bonn eine Universität gegründet, die zu den modernsten Hochschulen ihrer Zeit gehörte. Die meisten ihrer Studenten kamen aus den damaligen preußischen Gebieten in Rheinland und Westfalen, darunter auch aus dem Bergischen Land.

Entsprechend der damaligen preußischen Hochschulpolitik, die allen Religionen gegenüber tolerant war, aber die evangelische Konfession stark bevorzugte, waren nur ganz wenige jüdische Dozenten an die neue Universität berufen worden, etwa der klassische Philologe Jacob Bernays oder der Geograph Georg Benjamin Mendelssohn, die gleichwohl einen nicht geringen Einfluss auf ihr jeweiliges Fach hatten.

Der Anteil der jüdischen Studierenden war höher als der Anteil von Juden an der Gesamtbevölkerung, aber er erreichte nicht mehr als 1-2 Prozent der Studierendenschaft. Die Herkunft, der soziale Hintergrund oder die Verteilung auf die einzelnen Fakultäten soll der Vortrag für die ersten hundert Jahre der Bonner Universität beleuchten.

Dr. Thomas Becker ist Leiter des Archivs der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Lehrbeauftragter für Rheinische Landesgeschichte und Universitätsgeschichte.

Eintritt

Eintritt frei

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