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Rhein-Sieg-Kreis

Früheres jüdisches Viertel in Ruppichteroth mit Fahrt zum jüdischen Friedhof

Gedenkstätte "Landjuden an der Sieg"

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

14:00 bis 15:30

Führung mit Wolfgang Eilmes, Ruppichteroth

Im ersten Teil der Führung (ca. 45 Minuten) erfahren die Teilnehmenden die jüdische Geschichte in Ruppichteroth von ca. 1800 bis 1955.

Die dortige Synagoge ist der einzige im Rhein-Sieg-Kreis noch erhaltene Synagogenbau. Ihre Geschichte, die versuchte Zerstörung des Gebäudes 1938 und der Grund der Erhaltung werden ebenso erläutert wie die derzeitigen Planungen für die Zukunft dieses sich seit zwei Jahren wieder im Gemeindebesitz befindlichen Gebäudes.

Ca. 200 Meter rund um die 1921 erbaute Synagoge und damit auch in kurzer Entfernung zur damaligen Bröltalbahn hatten sich mehrere jüdische Familien (fast alle waren Viehhändler oder Metzger) angesiedelt, deren Häuser noch heute erhalten sind. Die Geschichten dieser jüdischen Familien sind ausführlich dokumentiert und werden bei der Führung durch zahlreiche Bilder illustriert.

Anschließend ist die Fahrt mit dem Privat-PKW zum ca. 1 km entfernt gelegenen Jüdischen Friedhof an der Herchener Straße geplant (Führung inkl. Fahrt von der Wilhelmstraße zum Friedhof ca. 45 Minuten).

Erstmals wird in diesem Jahr im Rahmen einer öffentlichen Führung auch der Besuch des Jüdischen Friedhofs angeboten. Von 1930 bis 1940 wurden hier elf Personen beerdigt. Die elf Grabstellen sind – teilweise auch mit Grabsteinen und Inschriften – erhalten. Erst seit etwa einem Jahr sind die Namen von acht dieser jüdischen Personen aus Ruppichteroth bekannt.

Seit 1955 ist die „Jewish Trust Corporation for Germany“ Eigentümer des Friedhofes. Die Gemeinde Ruppichteroth kümmert sich aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein um die Unterhaltung und die Pflege des Friedhofs.

Treffpunkt: an der ehem. Synagoge, Wilhelmstraße 2 53809 Ruppichteroth

Informationen

AnmeldungEine verbindliche Voranmeldung beim Kreisarchiv ist erforderlich (Telefon 02241 13-2928, gedenkstaette@rhein-sieg-kreis.de). Maximale Teilnehmerzahl: 30 Personen.

Eintritt

Teilnahme kostenlos

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