Inhalt anspringen
Kunst und Kultur

„Lernen um des Lernens willen“ - Die jüdische Schule in Siegburg

Gedenkstätte Landjuden an der Sieg

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

18:30 bis 20:30

Bis zur Zeit der Aufklärung stand die religiös-traditionelle Bildung im Mittelpunkt der jüdischen Erziehung. Dies änderte sich mit dem Ende des 18. Jahrhunderts, da die weltliche Bildung im Zuge der Aufklärung an Gewicht gewann. In diese Zeit reicht auch die jüdische Schule in Siegburg als Institution zurück.

1847 wurden dann im „Gesetz über die Verhältnisse der Juden“ u.a. die Kultus- und Unterrichtsangelegenheiten geregelt. Seitdem sollten jüdische Kinder die öffentlichen Schulen des jeweiligen Ortes besuchen, aber auch eigene jüdische Schulen waren bei ausreichender Schülerzahl vom Gesetz her erlaubt. In diesem Kontext ist die 1859 erfolgte Einrichtung der Siegburger „jüdischen Elementar- und Religionsschule“ als Privatschule zu sehen. Sie war die erste eigentliche Schule der hiesigen jüdischen Gemeinde, in der außer Religionslehre und Hebräisch auch die weltlichen Fächer unterrichtet wurden. 1874 wurde hierfür neben der Synagoge auch ein eigenes Schulgebäude errichtet.

Schon bald nach der Machtergreifung begannen die Nazis mit der Ausgrenzung jüdischer Lehrer und Schüler, am 15. November 1938 wurde Juden der Besuch deutscher Schulen verboten. Das endgültige Aus für alle jüdischen Schulen im Reich kam 1942, und so erfolgte am 30. Juni 1942 auch die Schließung der jüdischen Schule in Siegburg.

In dem mit historischem Bildmaterial illustriertem Vortag sollen die wesentlichen Entwicklungen von über 150 Jahre jüdischer Schulgeschichte Siegburgs dargestellt werden.

Der Vortrag ist zugleich das 267. Siegburger Museumsgespräch.

Eintritt

Eintritt frei

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos ...