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Verwaltung / Politik

Telefonisch angeleitete Wiederbelebung für Laien

In lebensbedrohlichen Situationen kann jeder von uns zum Lebensretter werden. Telefonisch angeleitet von den Profis der Rettungsleitstelle.

Wer die 112 anruft, hat oder betreut in den allermeisten Fällen einen schweren medizinischen Notfall. Und auch wenn die Rettungsdienste im Rhein-Sieg-Kreis schnell vor Ort sind: zwischen Anruf und Ankunft können im städtischen Bereich rund acht Minuten und in ländlichen Regionen etwa 12 Minuten liegen.

Minuten, die entscheidend sein können.

Seit 2014 leitet die Rettungsleistelle des Rhein-Sieg-Kreises Laien am Telefon bei Wiederbelebungsmaßnahmen an. Dabei gehen die Rettungsassistentinnen und -assistenten mit den Anrufenden eine Liste mit Fragen durch – zunächst um festzustellen, ob eine lebensbedrohliche Situation vorliegt. Ist das der Fall, geben die Profis klare Anweisungen, was zu tun ist. Diese Telefonreanimation überbrückt die wertvolle Zeit, bis der Rettungsdienst beziehungsweise der Notarzt eintreffen.

Oft haben Anruferinnen oder Anrufer Angst, sie könnten etwas falsch machen. Falsch wäre es aber, nichts zu machen. Wenn Laien wiederbeleben, kann in rund der Hälfte aller Fälle ein Spontankreislauf erreicht werden. Die Disponentinnen beziehungsweise Disponenten der Rettungsleitstelle werden regelmäßig in der telefonischen Anleitung zur Wiederbelebung geschult und bleiben so lange am Telefon, bis die professionellen Helferinnen und Helfer vor Ort sind.

Im Jahr 2017 betreute die Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises 193 Telefonreanimationen.

Pro Jahr gehen rund 300.000 Anrufe bei der Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises ein. Insgesamt arbeiten dort derzeit 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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