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Verwaltung / Politik

Die aktuellen Corona-Regeln für den Rhein-Sieg-Kreis

Seit 13. September 2021 berücksichtigt das Land NRW bei der Bewertung des Infektionsgeschehens drei Leitindikatoren: die 7-Tage-Inzidenz, die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz (Fälle der Coronapatienten im Krankenhaus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) und die Auslastung der Intensivbetten.

Geprägt ist die neue Verordnung weiterhin von dem Grundsatz, dass Geimpften und Genesenen grundsätzlich alle Einrichtungen und Angebote wieder offenstehen.

Das sind die wichtigsten Regeln im Überblick:

3G-Nachweis

Mit Blick auf steigende Infektionszahlen sieht die Coronaschutzverordnung ab einer 7-Tages-Inzidenz von 35 für alle Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, eine Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests oder eines negativen PCR-Tests vor. Beide dürfen nicht älter als 48 Stunden sein. 

Die Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests gilt für folgende Bereiche:

Veranstaltungen in Innenräumen

  • Sport in Innenräumen
  • Innengastronomie
  • Körpernahe Dienstleistungen
  • Beherbergung
  • Großveranstaltungen im Freien (ab 2.500 Personen)
  • touristische Busreisen
  • Kinder-, Jugend- sowie Familienerholungsfahrten

Gemäß dem Beschluss der Bund-Länder-Beratungen muss für Bereiche mit besonders hohem Risiko für Mehrfachansteckungen, also Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen sowie Tanzveranstaltungen einschließlich privaten Feiern mit Tanz ein negativer PCR-Test vorgelegt werden. Ein Antigen-Schnelltest ist nicht ausreichend. Gleiches gilt bei sexuellen Dienstleistungen. 

Übrigens: Für den Besuch von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe und Unterkünften für Geflüchtete sowie stationären Einrichtungen der Sozialhilfe gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) generell, also nicht erst ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35. Hier reicht allerdings ein negativer Antigen-Schnelltest. 

Für Kinder und Jugendliche gilt: Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Immunisierungs- oder Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gelten aufgrund ihres Alters als Schülerinnenn und Schüler und benötigen weder einen Immunisierungs- oder Testnachweis oder eine Schulbescheinigung. Kinder bis zum Schuleintritt benötigen keinen Test, sie sind getesteten Personen gleichgestellt. 

Maskenpflicht

Es besteht weiterhin unabhängig von Inzidenz-Werten und für alle Personen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im öffentlichen Personennahverkehr, im Handel, in Innenräumen mit Publikumsverkehr einschließlich der Brief- und Urnenwahlräume für die Bundestagswahl 2021 sowie deren Zuwege, in Warteschlangen und an Verkaufsständen sowie bei Großveranstaltungen im Freien mit mehr als 2.500 Besucherinnen und Besuchern (außer am Sitzplatz). 

AHA-Regeln

Die AHA-Regeln – Abstand halten, Hygiene beachten, Alltag mit Maske - gelten ansonsten generell weiterhin als Empfehlung, bestimmte Lüftungs- und Hygieneregeln sind in Einrichtungen mit Besucher- oder Kundenverkehr verpflichtend umzusetzen. 

Für Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen, sowie für Einrichtungen, in denen in Innenräumen Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen ohne feste Sitzplätze durchgeführt werden sollen, ist ein Hygienekonzept erforderlich. 

Die neue Corona-Schutzverordnung gilt zunächst bis einschließlich 8. Oktober 2021. 

Das Land NRW hat unter der Rufnummer 0211 855-5 auch eine Hotline eingerichtet, an die sich Bürgerinnen und Bürger mit Fragen zur Coronaschutzverordnung wenden können.

Weitere Infos sowie die komplette Corona-Schutzverordnung finden Sie hier:

Nachweis der Immunisierung

Die Immunisierung kann nachgewiesen werden durch:

  1. den Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff, also durch den Eintrag im Impfpass oder das Impfzertifikat (digital und analog).
  2. den Nachweis eines positiven Testergebnisses, das auf einer Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt, oder
  3. den Nachweis eines positiven Testergebnisses nach Nummer 2 in Verbindung mit dem Nachweis der mindestens 14 Tage zurückliegenden Verabreichung mindestens einer Impfstoffdosis gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.

Der Unterschied zwischen 2 und 3 ist, dass innerhalb der ersten sechs Monate nach der Infektion/dem positiven PCR-Test schon durch die Infektion von einer ausreichenden Immunisierung ausgegangen wird (Nr. 2). Danach, also nach mehr als sechs Monaten, ist eine zusätzliche Impfdosis erforderlich (Nr. 3). Die Sechs-Monatsfrist taucht in Nr. 3 nicht auf, weil auch eine länger zurückliegende Infektion plus Impfung eine ausreichende Immunisierung gewährleistet.

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