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Verwaltung / Politik

Mehr als nur ein Schnupfen

Jetzt gegen Grippe impfen lassen

Regen, Wind, kühle Temperaturen – typisches Erkältungswetter derzeit im Rhein-Sieg-Kreis. Neben harmlosen Infekten kann man sich aber auch eine echte „Grippe“, eine Influenza, einfangen. Denn mit dem Herbst startet bei uns jedes Jahr auch wieder die Grippesaison. 

Für das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises ist deshalb jetzt genau der richtige Zeitpunkt für die Grippeschutzimpfung beim Hausarzt. Im Unterschied zur Erkältung, die in der Regel zwar lästig, aber harmlos verläuft, ist die Grippe eine gefährliche Infektionskrankheit. Eine Influenza kann schwerwiegende, gesundheitsschädliche Komplikationen mit sich bringen. Dazu gehören beispielsweise Lungenentzündungen oder Schädigungen am Herz-Kreislaufsystem. 

Influenza wird durch Viren verursacht, die auf zwei Wegen von Mensch zu Mensch übertragen werden. Beim Husten oder Niesen gelangen kleinste Tropfen in die Luft und auf umgebende Flächen. Diese werden eingeatmet oder können später über die Hände durch unbewusstes Berühren des Mundes beziehungsweise anderer Schleimhäute aufgenommen werden.

Grippeschutzimpfung

Macht eine Impfung wirklich Sinn?

Noch immer scheuen sich viele Menschen vor einer Grippeschutzimpfung. Ein häufiges Argument: Einen hundertprozentigen Schutz gibt es auch durch die Impfung nicht. Das stimmt. Der Impfstoff muss in jedem Jahr angepasst werden - je nachdem, welche Influenza-Viren kursieren und wie sie sich verändern. Seit in Deutschland mit dem Vierfachimpfstoff geimpft wird, hat sich der Schutz deutlich verbessert. 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeschutzimpfung insbesondere für Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Dies sind vor allem Personen über 60 Jahre, chronisch Erkrankte, Personen mit geschwächtem Immunsystem und Schwangere. Auch medizinisches und pflegerisches Personal sollte sich aufgrund seiner beruflichen Exposition impfen lassen. Neben dem Eigenschutz steht hier insbesondere auch der Schutz der behandelten Patienten oder betreuten Personen im Vordergrund. 

Die Grippeimpfung kann grundsätzlich von jeder Ärztin oder jedem Arzt durchgeführt werden. In der Regel findet die Impfung in der Hausarztpraxis statt wird aber auch in internistischen, kinder- und frauenärztlichen Praxen durchgeführt. Einige Arbeitgeber bieten eine Impfung im Betrieb an. Achten Sie deshalb auf die Hinweise der zuständigen Betriebsärztinnen und -ärzte.

Und was ist mit Nebenwirkungen?

Im Allgemeinen wird die Grippeschutzimpfung gut vertragen. Typische Beschwerden nach einer Impfung sind Rötung, Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle, auch Allgemeinreaktionen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Unwohlsein sind möglich. Diese Reaktionen zeigen, dass sich das Immunsystem mit dem Impfstoff auseinandersetzt. Sie klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab. 

Personen mit einer akuten schweren Erkrankung sollen sich erst impfen lassen, wenn sie diese überstanden haben. 

Es wird empfohlen, die Impfung möglichst jedes Jahr in der Zeit von Oktober bis November durchführen zu lassen. Eine Impfung ist jedoch auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich und sinnvoll, da der Schutz bereits zwei bis drei Wochen nach der Impfung voll ausgeprägt ist.

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