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Verwaltung / Politik

Zahnkontrolle ist wichtig – Auch in Zeiten der Corona-Pandemie

Am 2. Juni ist „Ich-liebe-meinen-Zahnarzt-Tag“. Hinter diesem lustigen Namen verbirgt sich ein ernstes Thema; denn gesunde und gepflegte Zähne sind wichtig für einen gesunden Körper.

Zahnkontrolle ist wichtig

Am 2. Juni ist „Ich-liebe-meinen-Zahnarzt-Tag“. Hinter diesem lustigen Namen verbirgt sich ein ernstes Thema; denn gesunde und gepflegte Zähne sind wichtig für einen gesunden Körper. Das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises möchte aus diesem Anlass Tipps zur richtigen Mundpflege geben und auf die Notwendigkeit der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt hinweisen.

„Der Aufgabenbereich des Zahnarztes beschränkt sich nicht nur auf die Behandlungen der Zähne, sondern umfasst auch die Prävention von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen“, erklärt Nada Baddour, Leiterin des zahnärztlichen Dienstes im Kreisgesundheitsamt. „Schlechte Zähne sind weit mehr als ein ästhetisches Problem. So führen beispielsweise unbehandelte Entzündungen im Mundraum nicht nur zu Zahnverlust, sondern erhöhen das Risiko für Diabetes- und Herzerkrankungen. Zudem ziehen schlechte Zähne gravierende Probleme bei der Ernährung, Sprache und der sozialen Teilhabe nach sich.“

Um das zu verhindern, ist eine richtige Mundpflege äußerst wichtig. Das tägliche Zähneputzen ist dabei das A und O. Hier kommt es auf die richtige Methode an. „Putzen Sie Ihre Zähne nach dem Essen mindestens zweimal am Tag zwei Minuten lang“, rät Nada Baddour. „Reinigen Sie gezielt mit der ´Ausfeg-Technik´ von rosa nach weiß. Hierzu setzt man die Zahnbürste am Zahnfleischrand auf, beginnt mit Fege-Bewegungen und streicht bis zur Kaufläche durch. Wichtig ist, dass alle Zahngruppen erreicht sowie die Außenseite und die Innenseite aller Zähne geputzt werden.“

Dabei verwenden sollte man eine Zahnpasta, die nicht zu viele Schleifstoffe erhält. Erkennen kann man das an einem niedrigen sogenannten RDA-Wert. Gleichzeitig sollte die Zahncreme zwischen 1.000 ppm – 1.500 ppm Fluorid beinhalten. Vorsicht ist bei zahnaufhellenden Zahncremes geboten, da sie die Zähne nach und nach „abschmirgeln.“ Für die Milchzähne der Kinder gibt es spezielle, altersgerechte Kinderzahnpasten.

Es sollte aber nicht nur auf eine gute Zahncreme, sondern auch auf eine geeignete Zahnbürste geachtet werden. Denn empfindliches Zahnfleisch verträgt keine harten Borsten und kann zu Verletzungen führen. Ein regelmäßiger Wechsel der Bürste spätestens alle sechs Wochen wird empfohlen.

Wer zusätzlich zu seinen Zähnen auch die Zunge säubern möchte, kann einen Zungenschaber benutzen. Damit werden vor dem Zähneputzen die groben Beläge entfernt. Zahnzwischenräume können mit Interdentalbürstchen oder Zahnseide gereinigt werden. Medizinische Mundspülungen härten den Zahnschmelz und leisten somit mehr als ein Mundwasser. 

Neben der richtigen Mundhygiene hält eine gesunde Ernährung die Zähne zusätzlich gesund. Viel trinken fördert die Speichelbildung; Rohkost essen verhindert übermäßigen Zuckerkonsum. Gerade für die Kleinsten zahlt sich dabei eine zuckerarme Ernährung und kindgerechte Zahnpflege auch im Laufe ihres Lebens bis ins Seniorenalter aus.

Wer sich an die Tipps des Kreisgesundheitsamtes hält, braucht keine Angst vor der regelmäßigen Kontroll-Untersuchung beim Zahnarzt zu haben. „Nehmen Sie mindestens zweimal jährlich die Routine-Vorsorgeuntersuchungen wahr“, appelliert Nada Baddour. „Und gehen Sie bei Zahnproblemen unbedingt gleich zum Zahnarzt. Auch jetzt während der Corona-Pandemie. Sie brauchen keine Sorge vor einer Ansteckung in der Arztpraxis zu haben.“

Denn der Hygienestandard in den Zahnarztpraxen ist hoch. Die Zahnärztinnen und Zahnärzte arbeiten schon ihr ganzes Berufsleben entsprechend der Hygienevorschriften und mit Mundschutz. Daher ist der Besuch dort sicherer als ein Einkauf im Lebensmittelmarkt.

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