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Öffentliche Bekanntgabe

Die Einstellung der Bekanntgabe in das Internet erfolgt aus informatorischen Gründen.

Antrag auf Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis zur Entnahme und Wiedereinleitung von Grundwasser zur geothermischen Nutzung für die Errichtung eines Bürogebäudes im Gewerbegebiet Bornheim

hier: Ergebnis der allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalles

Gemäß § 5 Abs. 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) vom 24. Februar 2010 (BGBI. I Nr. 7, S. 94) zuletzt geändert durch Gesetz vom 20.07.2017 wird bekannt gemacht:
Die Klaßen Immobilien GmbH & Co. KG beabsichtigen zur Klimatisierung eines Büroge-bäudes im Gewerbegebiet Bornheim eine geothermische Grundwassernutzung beste-hend aus einem Förderbrunnen und Wiedereinleitung über zwei Schluckbrunnen in das Grundwasser (Grundwasser-Wärmepumpe für eine Heizleistung von 95 kW und Kühlung von 250 kW) zu errichten.

Das Vorhaben ist gemäß § 7 Abs. 2, Anlage 1, Nr. 13.3.2, Buchstabe A des UVPG einzu-stufen. Hiernach ist eine allgemeine Vorprüfung des Einzelfalles gemäß Anlage 3 des UVPG durchzuführen. Gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 UVPG NRW ist anstelle der Kriterien der Anlage 3 des UVPG die Berücksichtigung der Kriterien der Anlage 2 des UVPG NRW zu prüfen.
Die durchgeführte allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls hat ergeben, dass die Maß-nahme „Entnahme von Grundwasser aus 1 Brunnen und die Wiedereinleitung über 2 Schluckbrunnen in das Grundwasser zum Zwecke des Betriebes einer Grundwasser-Wärmepumpe für eine Heiz- und Kälteleistung von 250 kW" keine erheblichen nach-teiligen Umweltauswirkungen haben kann, die nach § 5 Abs. 2 UVPG in Verbindung mit § 1 Abs. 1 Satz 2 UVPG NRW zu berücksichtigen wären. Gemäß § 5 UVPG ist für diese Maßnahme somit keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeits-prüfung gegeben. Diese Entscheidung ist nicht selbständig anfechtbar.

Die Prüfung ergab im Einzelnen, dass bei Errichtung der Anlage im Zuge der Erschließungsmaßnahme für das neue Gebäude in der Mary-Anderson-Straße in Born-heim-Hersel nur geringfügige zusätzliche Tiefbauarbeiten für die Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen anfallen. Der hierbei anfallende Bodenaushub wird wieder einge-arbeitet. Die nicht wieder verwertbaren Bohrgutmaterialien der Brunnenbohrung sind ordnungsgemäß zu entsorgen. Das Grundwasser wird bei Wärmeerzeugung um ca. 3°C abgekühlt bzw. bei Kühlung 3°C erwärmt und ist in diesem Gebiet in großem Maße rege-nerationsfähig. Es wird zu keiner gegenseitigen hydraulischen oder thermischen Beein-flussung durch die Nutzung der Anlagen kommen. Die thermische Beeinflussung der Umgebung durch den Betrieb der Geothermie-Anlage ist als gering zu bewerten. Die Maßnahme liegt innerhalb der Wasserschutzzone III B des festgesetzten Wasserschutz-gebietes für die Gewässer im Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlage Urfeld des WBV Wesseling-Hersel und ist hiernach genehmigungspflichtig.

Siegburg, den 17.06.2019
Az.: 66.02-403.1.03/2019-1401-Be

Rhein-Sieg-Kreis
Der Landrat
Im Auftrag
Kötterheinrich
Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz

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