Inhalt anspringen
Unsere Verwaltung

Öffentliche Bekanntgabe - bereitgestellt am 7. August 2019

Antrag auf Erteilung einer wasserrechtlichen Genehmigung zur Renaturierung des Arzdorfer Baches und Herstellung der Durchgängigkeit an vier Durchgängen zwischen Wachtberg-Fritzdorf und Wachtberg-Arzdorf

hier: Ergebnis der standortbezogenen Vorprüfung des Einzelfalles

Gemäß § 5 Abs. 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) vom 24. Februar 2010 (BGBl. I Nr. 7, S. 94) zuletzt geändert durch Gesetz vom 20.07.2017 wird bekannt gemacht: 

Die Gemeindewerke Wachtberg AöR beabsichtigt den Arzdorfer Bach auf einer Länge von etwa 230 m zwischen Stat. km 14,9 und Stat. km 15,3 zu renaturieren sowie die Durchgängigkeit an vier Durchlässen durch Optimieruing herzustellen. Derzeit wird der Arzdorfer Bach auf dieser Strecke teilweise noch in Betonhalbschalen geradlinig geführt.

Der Arzdorfer Bach soll auf einer Länge von etwa 230 m neu trassiert werden. Durch die Maßnahme erhält der Bach eine leitbildkonforme Verbesserung der Gewässerstruktur so-wie die Wiederanbindung der umliegenden Flächen an das Gewässer. Im Maßnahmen-gebiet wird Extensivgrünland mit Inseln aus standorttypischen Gehölzen angelegt. Zu-dem entstehen in dieser Fläche Flutmulden als temporär stehende Kleingewässer. 

Das Vorhaben ist gemäß § 7 Abs. 2, Anlage 1, Nr. 13.18.2, Buchstabe S des UVPG einzu-stufen. Hiernach ist eine standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalles gemäß Anlage 3 des UVPG durchzuführen. Gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 UVPG NRW ist anstelle der Kriterien der Anlage 3 des UVPG die Berücksichtigung der Kriterien der Anlage 2 des UVPG NRW zu prüfen.

Die durchgeführte standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalls hat ergeben, dass die Maßnahme „Renaturierung des Arzdorfer Baches und Herstellung der Durchgängigkeit an vier Durchgängen zwischen Wachtberg-Fritzdorf und Wachtberg-Arzdorf“ keine erhebli-chen nachteiligen Umweltauswirkungen haben kann, die nach § 5 Abs. 2 UVPG in Ver-bindung mit § 1 Abs. 1 Satz 2 UVPG NRW zu berücksichtigen wären. Gemäß § 5 UVPG ist für diese Maßnahme somit keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträg-lichkeitsprüfung gegeben.
Diese Entscheidung ist nicht selbständig anfechtbar.
 
Die Prüfung ergab im Einzelnen, dass durch die Ausbaumaßnahme geringfügig Schwarz-decke und überschüssige Bodenmassen als Abfall anfallen, die ordnungsgemäß zu entsorgen sind. Zudem entsteht während der sehr eng gehaltenen Bauphase von etwa zwei Monaten eine temporäre Belastung durch Abgase und Lärm. Da das Umfeld aus-schließlich landwirtschaftlich genutzt wird, ist mit Belästigungen der Bevölkerung nicht zu rechnen.
 
Siegburg, den 05.08.2019
Az.: 66.02-301.1.18/2019-1839-Be                                   

Rhein-Sieg-Kreis
Der Landrat 

Im Auftrag
Gez. Schwarz
Dezernent für Umwelt, Bauen und Verbraucherschutz

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos ...