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Betrifft: Frauen

Online-Lesung mit Sophia Fritz "Toxische Weiblichkeit"

Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

18:00 bis 19:30

Wir stellen das Buch „Toxische Weiblichkeit“ von Sophia Fritz vor. Im Anschluss diskutieren wir gemeinsam mit Sophia Fritz, Dorothea Kliche-Behnke, Mitglied der SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, und dem Publikum. Moderieren wird Johanna Illgner

Welche Rolle spielen Frauen selbst beim Fortbestehen patriarchaler Strukturen? Sophia Fritz kritisiert, dass Gleichberechtigungsforderungen oft nur an Männer gerichtet sind, während wenig hinterfragt wird, wie Frauen und nichtbinäre Personen ihre eigene Emanzipation hemmen. Mit dem Begriff der „toxischen Weiblichkeit“ zeigt Fritz, wie internalisierte Misogynie Frauen dazu bringt, sich selbst und andere zu beschränken. Sie beschreibt typische Rollenbilder im Patriarchat: vom braven „guten Mädchen“ über die leistungsorientierte „Powerfrau“ und die aufopfernde „Mutti“ bis zur bemitleidenswerten Frau, die als „Opfer“ wahrgenommen wird. Nur die „Bitch“ wagt es, gesellschaftliche Erwartungen bewusst zu verletzen – doch viele meiden dieses Rollenbild und bleiben lieber unzufrieden in anerkannten Mustern. Ziel von Fritz ist es, diese blockierenden Mechanismen aufzudecken und die bisher unterdrückten kreativen Potenziale weiblicher Prägung sichtbar zu machen. So soll ein neues Werteverständnis entstehen, das Belohnung und Bestrafung jenseits traditioneller Geschlechterrollen definiert.

Im Rahmen unserer Online-Lesereihe „Feminism and Bookmarks“ diskutieren wir über die spannenden Denkansätze aus dem Buch „Toxische Weiblichkeit“ mit der Autorin Sophia Fritz sowie mit Dr. Dorothea Kliche-Behnke, Mitglied der SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, moderiert von Johannah Illgner, Inhaberin und Geschäftsführerin von Plan W.

Die Autorin: Sophia Fritz, geboren 1997, ist Autorin und Drehbuchautorin. Sie studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film München und arbeitet an literarischen Projekten zwischen Körper, Sprache und gesellschaftlicher Wirklichkeit. Ihre Arbeit wurde unter anderem durch Stipendien der Friedrich-Ebert-Stiftung, des Nürnberger Autorenstipendiums, der NRW Kunststiftung und das Baden-Württembergische Jahresstipendium gefördert. Neben dem Schreiben absolvierte sie Ausbildungen als Jugendguide für Gedenkstätten, als ehrenamtliche Sterbebegleiterin im Hospiz und als Tantramasseurin.

Informationen

Beginn18 Uhr ONLINE
AnmeldungRegistrierung möglich von Donnerstag, 15.01.26 bis Montag, 27.04.26

Eintritt

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Bildnachweise

  • von Eno de Wit
  • Hanser Berlin, Sophia Fritz