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Internationale Wochen gegen Rassismus 2026

„Werbung für die Wahrheit – Fakten vs. Fake News“ begeistert rund 400 Teilnehmende

Rund 400 Teilnehmende setzten bei der Veranstaltung „Werbung für die Wahrheit“ im Rhein-Sieg-Gymnasium ein starkes Zeichen für Demokratie und Aufklärung. Menschen aller Generationen kamen zusammen, um sich über Fake News auszutauschen und gemeinsam für Fakten, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzustehen.

Über 400 Interessierte aus der gesamten Region folgten am 24. März 2026 der Einladung zur Veranstaltung „Werbung für die Wahrheit – Fakten vs. Fake News“ im Rhein-Sieg-Gymnasium Sankt Augustin. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt und setzte ein klares Zeichen für Demokratie, Aufklärung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. 

Bereits in seiner Anmoderation machte Moderator Robert May deutlich, wie präsent das Thema im Alltag ist: Täglich sind Menschen einer Flut an Informationen ausgesetzt – von Social Media bis hin zu klassischen Medien – und oft ist es schwierig, Wahrheit von Falschinformation zu unterscheiden. Ziel des Abends war es, Orientierung zu bieten und den Teilnehmenden zu helfen, Desinformation zu erkennen und ihr aktiv entgegenzutreten. 

Trotz gezielter Drohungen in sozialen Medien, die Veranstaltung zu stören – insbesondere gegen den Referenten Thomas Laschyk und seine Arbeit beim Volksverpetzer – ließen sich die Organisierenden nicht entmutigen. Im Gegenteil: Das Kommunale Integrationszentrum Rhein-Sieg-Kreis und das Rhein-Sieg-Gymnasium Sankt Augustin setzten auf das Motto „Jetzt erst recht“ und führten die Veranstaltung mit großem Erfolg durch. Mit über 400 Teilnehmenden – von Schülerinnen und Schülern bis zu Omas – war die Veranstaltung ein breites gesellschaftliches Bekenntnis zur Demokratie und Wahrheit. Der hohe Zuspruch zeigt: Menschen jeden Alters setzen sich gemeinsam für den Schutz vor Desinformation und den Erhalt demokratischer Werte ein. 

In ihrem Grußwort betonte Antje Dinstühler die wachsenden Herausforderungen durch Desinformation, Hassrede und gezielte Manipulation – insbesondere im digitalen Raum. Diese Phänomene beeinflussen gesellschaftliche Debatten, den Zusammenhalt und das Vertrauen in demokratische Institutionen. Umso wichtiger sei es, Haltung zu zeigen und sich aktiv für eine offene, respektvolle Gesellschaft einzusetzen. 

Im Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag von Thomas Laschyk, Journalist, Spiegel-Bestseller-Autor und Gründer der bekannten Faktencheck-Plattform Volksverpetzer. In seiner Lesung und seinem Vortrag erläuterte er, warum Fake News so erfolgreich sind: Sie kommen oft in Form gut erzählter Geschichten, die bestehende Weltbilder bestätigen und sich so schnell verbreiten. Gleichzeitig warnte er vor den gezielten Strategien, mit denen Desinformation – insbesondere von extremistischen Akteurinnen und Akteuren – eingesetzt wird, um öffentliche Meinungen zu beeinflussen.

Unter dem Leitgedanken „Keine Demokratie ohne Fakten“ zeigte Laschyk auf, wie wichtig verlässliche Quellen, wissenschaftliche Erkenntnisse und kritisches Denken für eine funktionierende Demokratie sind. Zugleich vermittelte er praxisnahe Ansätze, wie jeder Einzelne Desinformation erkennen, hinterfragen und ihr entgegentreten kann. Seine zentrale Botschaft: Alle können Teil der Lösung sein, indem sie Verantwortung im Umgang mit Informationen übernehmen und aktiv „Werbung für die Wahrheit“ machen. 

Die anschließende Fragerunde bot den Teilnehmenden die Möglichkeit zum direkten Austausch, was intensiv genutzt wurde. Dabei wurde deutlich, wie groß das Bedürfnis nach Orientierung im Umgang mit digitalen Informationen ist.

Die Veranstaltung wurde durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Kommunalen Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises und dem Rhein-Sieg-Gymnasium Sankt Augustin realisiert. Beide Partner setzten damit ein starkes Zeichen für Bildungsarbeit, Demokratieförderung und den Einsatz gegen Rassismus und Diskriminierung. 

Mit vielen neuen Impulsen, gestärkter Medienkompetenz und einem klaren Appell zur aktiven Beteiligung endete ein Abend, der eindrucksvoll zeigte: Der Einsatz für Wahrheit, Respekt und demokratische Werte beginnt im Alltag – und jede Stimme zählt.

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Bildnachweise

  • Ylva Bintakies