Rhein-Sieg-Kreis (an) – Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg im Kreishaus Siegburg hat jetzt eine Delegation der GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Marokko, Tunesien, Ägypten und Jordanien zu einem intensiven Austausch im Rahmen des GIZ-Projekts „HIYA - Soziale Sicherung für Frauen in der MENA-Region“ empfangen.
Den Vertreterinnen und Vertretern aus unterschiedlichen Ministerien und NGOs waren Einblicke in erfolgreiche Ansätze deutscher Institutionen zur Förderung der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen ermöglicht worden. Im Mittelpunkt standen Themen wie die Selbständigkeit von Frauen in der Region, Strategien zur besseren Vereinbarkeit von Erwerbs- und Care-Arbeit sowie die gezielte Förderung weiblicher Potenziale, u. a. mit Hilfe von Mentoring-Programmen.
Landrat Sebastian Schuster begrüßte die internationale Delegation im Kreishaus und betonte: „Gesellschaften sind stärker, wenn Frauen gleichberechtigt teilhaben.“
Im Anschluss stellte Regina Rosenstock, Leiterin des Referats für Wirtschaftsförderung und strategische Kreisentwicklung, die Aspekte des Wirtschaftsstandortes vor und unterstrich: „Die Frage der Frauenerwerbstätigkeit spielt eine zentrale Rolle, wenn es um Fachkräftegewinnung geht.“
Dr. Petra Tiedemann, Rechtsanwältin und Steuerberaterin (Tiedemann Wirtz & Partner), ging auf die Bandbreite möglicher Rechtsformen für die Selbständigkeit und auf Herausforderungen in der Frühphase der Gründung ein. Inga Josko, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, ordnete die Entwicklungen der Gleichberechtigung in Deutschland ein, benannte bestehende Herausforderungen und warb für eine konsequente Weiterentwicklung der Frauenförderung, auch, wenn schon viel im Sinne der gleichberechtigten Teilhabe erreicht worden sei. Birgit Goldenstern stellte abschließend das Themenspektrum des Kompetenzzentrums Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg vor und betonte, dass Vereinbarkeit immer Männer und Frauen gleichermaßen beträfe. Mit den Programmen "mentoring4women - Frauen in die Führung!" und "mentoring4frempreneurs" sowie dem Netzwerk "Familienbewusste Unternehmen" leisten die Mitarbeiterinnen des Kompetenzzentrums einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Erwerbstätigkeit von Frauen in der Region.
Der Austausch machte deutlich, dass nachhaltige Lösungen vor allem dort entstehen, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und dass viele Herausforderungen, von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bis hin zur gleichberechtigten Teilhabe am Arbeitsmarkt, länderübergreifend - wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung - bestehen.
Weitere Informationen und Einblicke zum Kompetenzzentrum Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg unter www.kompetenzzentrum-frau-beruf.de/ sowie zum GIZ-Projekt unter www.giz.de/de/projekte/soziale-sicherung-fuer-frauen-der-mena-region.
16.04.2026/107