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Rhein-Sieg aktuell

Tag des Baums: Die Zitterpappel ist Baum des Jahres 2026

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Anlässlich des Internationalen Tag des Baumes am 25. April lohnt sich ein Blick auf die Zitterpappel, Baum des Jahres 2026. Wiewohl die Zitterpappel beim leisesten Windhauch in Schwingung kommt, ist sie nicht nur dem Augenschein nach sondern auch von ihren Eigenschaften her ein „starker“, widerstandsfähiger und lebensspendender Baum. Die Populus tremula, so der botanische Name, ist eine wahre Anpassungskünstlerin, die zahlreichen Arten einen Lebensraum bietet und den Boden verbessert. Sie wird gerne zur Wiederbewaldung angepflanzt.

„Mit ihren Eigenschaften trägt die Zitterpappel zur Biodiversität, auch im Rhein-Sieg-Kreis, bei. So sind es vor allem die Raupen seltener Falter wie der kleine Schillerfalter Apatura ilia und der Pappelschwärmer Laothoe populi, die sich von den Blättern der Zitterpappel ernähren “, erläutert Jörg Bambeck, Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises.

Die Zitterpappel ist im gesamten Rhein-Sieg-Kreis verbreitet. Unter anderem im Naturschutzgebiet Rosbachtal kann man schöne Bestände beobachten.

Die Zitterpappel wird auch Espe genannt. Der wohl bekannte Spruch „Zittern wie Espenlaub“ hat im Schwingen ihrer Blätter den Ursprung:  die rundlichen bis herzförmigen Blätter mit seitlich abgeflachtem Stiel reagieren auf die kleinste Brise und beginnen zu „zittern“. Im Frühjahr erscheinen die Blüten, die männlichen Blüten als purpurfarbene und die weiblichen Blüten als grünliche Kätzchen. Hieraus entwickeln sich kleine Kapselfrüchte, deren watteartige Samen durch den Wind verbreitet werden.

Der Baum selber erreicht in der Regel eine Höhe von 15 bis 25 Metern, manchmal sogar bis 35 Meter. Die Zitterpappel hat die besondere Fähigkeit einen ganzen Organismus genetisch identischer Bäume zu bilden. Dank ihres weit verzweigten  Wurzelsystems bringt sie immer wieder neue Triebe hervor, so dass ein zusammenhängender Hain entsteht.

Die „Allrounderin“ wird gerne als sogenannter Pionierbaum angepflanzt, um karge Flächen schnell zu begrünen, den Boden zu verbessern und die Winderosion in offenen Agrarlandschaft zu verringern. Aufgrund ihres schlanken Wuchses und der gelben Herbstfärbung ist die Espe ein beliebter Zier- und Alleenbaum.

Zudem befördert die Rinde des Baums die menschliche Gesundheit. Die darin enthaltenen Salicylate können traditionell gegen Fieber, Schmerzen und rheumatische Beschwerden verwendet werden. In früheren Zeiten wurden die jungen Blätter für Salate benutzt oder sie wurden als Vitamin-C-reichen Ersatz anstelle Sauerkraut fermentiert.

23.04.2026/113

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