Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Jetzt händigte die stellvertretende Landrätin Ute Krupp das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Ute Fuhs aus, aufgrund ihres jahrzehntelangen Engagements im kirchlichen und sozialen Bereich, womit sie sich auszeichnungswürdige Verdienste erworben hat.
„Heute ehren wir eine Frau, deren Wirken über Jahrzehnte hinweg das gesellschaftliche und kirchliche Leben in Alfter und darüber hinaus geprägt hat. Oft im Stillen, stets verlässlich und mit einer großen Selbstverständlichkeit des Helfens: Frau Ute Fuhs“, mit diesen Worten begrüßte Ute Krupp, stellvertretende Landrätin des Rhein-Sieg-Kreises, die zu Ehrende, die anwesenden Gäste und Bürgermeister Christian Lanzrath, dem sie für die Ausrichtung der Feierstunde im Rathaus von Alfter dankte.
Seit über 30 Jahren engagiert sich Ute Fuhs ehrenamtlich sowohl in Ihrem Wohnort als auch weit darüber hinaus. Von 1994 bis 2000 hatte die Alfterin einen wöchentlichen Kindertreff mit vielfältigen Aktivitäten und Ausflügen eingerichtet und betreut. Sie initiierte und begleitete über viele Jahre hinweg, von 1994 bis 2013 einen Kinder-Jugend-Singkreis sowie von 1996 bis 2012 einen Jung-Erwachsenen-Singkreis. Als Chorleiterin führte sie wöchentliche Proben durch, gestaltete Familienmessen und kirchliche Veranstaltungen musikalisch mit und organisierte Jahresausflüge mit Übernachtungen. Darüber hinaus organisierte sie von 1996 bis 2006 im Rahmen des Kommunionunterrichts das „Wissen-Wochenende“, welches sie als Familienwochenende weiterentwickelt hat. Ergänzt wurde dieser Einsatz für Kinder, Jugendliche und Familien durch die Krabbelgruppe „Marienkäfer“, die über viele Jahre hinweg ein wichtiger Treffpunkt für junge Familien war und erst infolge der Corona-Pandemie und mangelnder Nachfrage nicht wieder aufgenommen werden konnte.
In der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Hilf in Alfter-Volmershoven war Ute Fuhs von 1993 bis 2001 Mitglied des Pfarrgemeinderats und wirkte aktiv an der Gestaltung des Gemeindelebens mit. Besonders hervorzuheben ist Ihre Initiative der sogenannten „Spätschichten“ in der Fasten- und Adventszeit, die sie seit 1999 bis heute organisiert. Diese spirituellen Angebote mit anschließendem gemeinsamem Abendessen im Pfarrheim schaffen Raum für Besinnung, Begegnung und Austausch; sie sind bis heute ein fester Bestandteil des Gemeindelebens. Seit dem Jahr 2000 ist Ute Fuhs Lektorin in den Gottesdiensten und Mitglied des Liturgiekreises.
Ein besonderer Schwerpunkt war über 20 Jahre hinweg das von ihr geleitete und organisierte „Frauenfrühstück Volmershoven-Heidgen“, das von 2003 bis 2023 viermal jährlich stattfand. Nach einem gemeinsamen Frühstück referierten von ihr ausgewählte Referentinnen und Referenten zu aktuellen gesellschaftlichen, sozialen und kirchlichen Themen. Aufgrund der stetig wachsenden Teilnehmendenzahlen musste das Angebot in größere Räumlichkeiten verlegt werden. Ein eindrucksvoller Beleg für die große Resonanz. Zur Abschlussveranstaltung, die erstmals auch für Männer geöffnet war, kamen 260 Teilnehmende aus einem weiten Umkreis. Nachdem das Frauenfrühstück im Jahr 2023 zum letzten Mal stattfand, fuhr sie nicht etwa Ihr Engagement zurück, sondern entwickelte mit dem „Gemeindetreff mit Pfiff“ ein neues Angebot: seit 2024 organisiert sie an sechs Nachmittagen im Jahr Treffen, die Menschen jeden Alters zusammenbringen und Gelegenheit zu gemeinsamer Freizeitgestaltung bieten.
Seit 2019 organisiert Ute Fuhs zudem vierzehntägig stattfindende Fastenkurse mit allabendlichen Treffen zum Erfahrungsaustausch in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte. Auch hier schafft sie Räume für Begegnung, Reflexion und gegenseitige Unterstützung.
„Liebe Frau Fuhs, es ist mir daher eine besondere Freude, Ihnen – verbunden mit den Glückwünschen des Herrn Ministerpräsidenten und des Herrn Regierungspräsidenten – nun die Ordensinsignien zu überreichen“, so Ute Krupp.
„Mich hat es immer bewegt und es war ein gutes Gefühl - durch meine Tätigkeit - Kinder und Erwachsene glücklich und zufrieden zu sehen. Ich hätte nie gedacht, daß mein Engagement so weitreichend sein könnte, dass ich diese Ehrung erhalte“, zeigte sich Ute Fuhs erfreut über diese Auszeichnung des Bundespräsidenten.
Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland
Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige und damit höchste allgemeine Verdienstauszeichnung. Er wurde 1951 als Instrument des Dankes für herausragendes Engagement zum Wohle der Allgemeinheit vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet und wird seitdem durch den amtierenden Bundespräsidenten verliehen – bis heute über 260.000 Mal.
Den Verdienstorden gibt es in acht verschiedenen Stufen: Als Erstauszeichnung wird im Allgemeinen die Verdienstmedaille oder das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Als weitere Ausführungen folgen das Verdienstkreuz 1. Klasse, das Große Verdienstkreuz, das Große Verdienstkreuz mit Stern, das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband, das Großkreuz und die Sonderstufe des Großkreuzes.
23.02.2026/053