Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Der Rhein-Sieg-Kreis und die Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft (CJG) St. Ansgar haben einen neuen Standort für die Bornheimer Dependance der Förderschule CJG St. Ansgar gefunden. Damit hat die Zeit der Ungewissheit, wie es mit der Förderschule weiter geht, ein Ende. Nach längerer Suche ist der Schulträger, die Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft (CJG) mit Sitz in Köln, in Bonn-Bad Godesberg fündig geworden. Ein leerstehendes Gebäude an der Elisabethstraße 25 soll künftig als Schulstandort dienen und entsprechend umgebaut werden.
Die Suche nach einem geeigneten Gebäude erfolgte in Abstimmung mit dem Rhein-Sieg-Kreis, für den CJG St. Ansgar die Beschulung als Ersatzschulträgerin übernimmt. „Förderschulen sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Bildungslandschaft im Kreis“, erklärt Schuldezernent Thomas Wagner. „Sie bieten vielen Familien Orientierung, Stabilität und ein besonders unterstützendes Lernumfeld für ihre Kinder.“ Der bisherige Standort in Bornheim erfüllt langfristig nicht die räumlichen Anforderungen an eine Förderschule, insbesondere im Hinblick auf pädagogische und sonderpädagogische Bedarfe.
„Mit dem neuen Standort schaffen wir die Voraussetzungen für eine zeitgemäße und bedarfsgerechte Förderung“, sagt George Koldewey, Geschäftsführer der CJG.
Kolja Westermann, kaufmännischer Einrichtungsleiter von CJG St. Ansgar, ergänzt: „Das Gebäude in Bonn-Bad Godesberg bietet dafür eine sehr gute Grundlage und eröffnet uns, nach umfangreichen Umbaumaßnahmen, eine langfristige Perspektive für die Weiterentwicklung unseres Schulangebots.“
Die Einrichtungsleitung von CJG St. Ansgar gestaltet derzeit den Umbau des Gebäudes. Ziel ist es, die neu gegründete Schule im Sommer 2027 zu beziehen und dort den Schulbetrieb aufzunehmen. Geplant ist eine Förderschule für rund 90 Schülerinnen und Schüler, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung haben.
Auch Schulleiterin Nadine Rätz blickt dem neuen Standort positiv entgegen: „Die räumlichen Möglichkeiten sind für unsere pädagogische Arbeit von großer Bedeutung. Der neue Standort ist für die Schüler*innen gut erreichbar und gibt uns die Chance, Lern- und Entwicklungsräume zu schaffen, die besser auf die Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler abgestimmt sind.“
Bis zur Fertigstellung der Umbauarbeiten wird die Beschulung am bisherigen Standort in Bornheim wie gewohnt fortgeführt. Für die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Familien ergeben sich bis zum Umzug keine Veränderungen im Schulbetrieb. Die Bornheimer Dependance der Förderschule CJG St. Ansgar wird nach ihrem Umzug eine eigenständige Schule. Damit gehören zukünftig drei Schulen zum Bildungsangebot von CJG St. Ansgar.
Hintergrundinformationen
Sechs Einrichtungen und vier Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“, einschließlich einer Förderschule im berufsbildenden Bereich, bilden gemeinsam die Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft mbH – den größten Jugendhilfeträger im Rheinland. Zurzeit bietet die CJG mehr als 2.000 Betreuungs- und Schulplätze (inklusive der Fördernden Offenen Ganztagsschule) und beschäftigt rund 1.250 Mitarbeitende.
CJG St. Ansgar ist eine Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe und schulischen Bildung in Trägerschaft der Caritas-Jugendhilfe-GmbH. Die Angebote der Einrichtung sind breit gefächert. Sie bietet ambulante, teilstationäre und stationäre Hilfen im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie schulische und berufsvorbereitende Förderung in den Förderschulen Sek. I und Berufskolleg. Zusätzlich gibt es Angebote im Bereich des Fördernden Offenen Ganztags und der Übermittagsbetreuung, Integrationshilfen, Streetwork in Hennef und den Elterntreff Windeck. Neben dem Stammgelände in Hennef-Happerschoß verteilen sich die ausdifferenzierten Angebote auf viele regionale Standorte im Rhein-Sieg-Kreis und im Kölner Raum. Zurzeit betreut und beschult CJG St. Ansgar über 600 Kinder und Jugendliche und beschäftigt mehr als 260 Mitarbeitende.
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