Rhein-Sieg-Kreis (hei) – „Wir träumten von nichts als Aufklärung“ formulierte Moses Mendelssohn, und die Aufforderung Kants, den eigenen Verstand zu benutzen, führte zu Umwälzungen in Europa. Die Französische Revolution und der darauffolgende Napoleonische Krieg waren die Folge. Die Dichter und Musiker der Romantik sahen sich durch den Wiener Kongress in den Hoffnungen auf eine demokratische Ordnung in Europa betrogen. Resigniert zogen sie sich in ihre „Innerlichkeit“ zurück.
Aber unter der Oberfläche gärte es. Das zeigen verschiedene Gedichte, Reflexionen und Kompositionen. So geriet Bettine von Arnim durch ihr „Armenbuch“ in Bedrängnis, Georg Büchner provozierte und agitierte durch das Flugblatt „Der Hessische Landbote“ und wurde zur Emigration gezwungen, die Rede zum Hambacher Fest führte zu heftigen Reaktionen der preußischen Staatskanzlei.
Heinrich Heine wurde ausgesprochen deutlich in der Beurteilung seiner Heimat, und die Gedichte von Hoffmann von Fallersleben verstecken den Aufstand in ironischer Sprache. Die Frauen der Zeit suchten, wie Annette von Droste-Hülshoff, Fanny Hensel, geb. Mendelssohn Bartholdy oder Rebecka Dirichlet, geb. Mendelssohn Bartholdy, einen Ausweg aus dem verordneten Frauenkorsett.
In einem Vortrag mit Musikbeispielen lässt die Referentin Professorin Dr. Ute Büchter-Römer, jene Zeit Revue passieren. Dieser findet in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg e.V.“, Bergstraße 9, 51570 Windeck-Rosbach, am Sonntag, 15. März 2026, von 14:45 Uhr bis 16:15 Uhr, statt. Der Eintritt ist kostenfrei.
Hinweis:
Von März bis November 2026 ist die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, Bergstraße 9, in 51570 Windeck-Rosbach, an folgenden ersten und dritten Sonntagen im Monat (außer an christlichen und jüdischen Feiertagen) von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet und zusätzlich an Sonntagen, an denen Vortragsveranstaltungen stattfinden: 01.03., 15.03., 19.04., 03.05., 10.05., 17.05., 31.05., 07.06., 21.06., 28.06., 05.07. 19.07., 02.08., 16.08., 06.09., 20.09., 18.10., 01.11. und 15.11. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten sind Gruppenführungen (ab 10 Personen) nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.
Eintrittspreise: 2 Euro pro Person, bei Gruppen ab 10 Personen 1 Euro pro Person zuzüglich 25 Euro für die Führung (ausgenommen hiervon sind Schulklassen). Für Mitglieder des Fördervereins ist der Eintritt frei.
27.02.2026/060