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Rhein-Sieg-Kreis

Hilfestellung und Prävention – die Arbeit der Gleichstellung

Jahresbericht des Rhein-Sieg-Kreises

Rhein-Sieg-Kreis (db) – Geschlechtergerechtigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Gewalt gegen Frauen – das Tätigkeitsfeld der Gleichstellung ist groß. Das gilt natürlich auch für die Gleichstellungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises. Die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Sieg-Kreises Katja Milde läuft zwar oft, aber nicht immer im Hintergrund ab. Zusammen mit ihrer Stellvertreterin Inga Josko widmet sie sich innerhalb der Kreisverwaltung der Hauptaufgabe der Gleichstellung: bestehende Benachteiligungen von Frauen abzubauen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei den beschäftigten Frauen und Männern zu verbessern.

„Wir haben auch im vergangenen Jahr viele Einzelfall-Beratungen mit Beschäftigten der Kreisverwaltung durchgeführt. Themen waren berufliche Förderung oder Benachteiligung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder sexuelle Belästigung“, so die Gleichstellungsbeauftragte Katja Milde.

Die Gleichstellungsbeauftragte wirkt bei allen Maßnahmen der Kreisverwaltung mit, die Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frau und Mann haben können, z.B. ist sie involviert in Stellenauswahlverfahren oder in organisatorischen Maßnahmen.
Daneben hat die Gleichstellungsstelle im vergangenen Jahr auch 20 Veranstaltungen für Mitarbeitende organisiert, mehr als 400 Mitarbeitende haben an den Angeboten, wie der Frauenversammlung, Workshops für pflegende Angehörige, Angebote für Frauen zu Führung oder Vorträge für Männer und Frauen zu Kommunikation teilgenommen.

Die Ausstellung im Kreishaus „Alles unter einem Hut?!“ am Equal Care Day stellte den Beschäftigten der Kreisverwaltung die Frage: Wer kocht, wer putzt, wer kümmert sich, erzieht, betreut und pflegt? „Dies ist eines der wesentlichen Gleichstellungsthemen“, sagt Katja Milde, „denn für Frauen hat die unfaire Arbeitsteilung der Haus- und Sorgearbeit geringere Einkommen, eingeschränkte berufliche Perspektiven und deutlich niedrigere Renten zur Folge“.

Auch außerhalb der Kreisverwaltung ist die Gleichstellung aktiv. Sie koordiniert beispielsweise zusammen mit einem Organisationsteam den „Runden Tisch gegen häusliche Gewalt“. Dieser ist ein starkes Netzwerk zur Verbesserung des Schutzes von Betroffenen von häuslicher Gewalt.  15 Tagungen, Fachveranstaltungen und Projekte mit insgesamt 450 Teilnehmenden unterschiedlichster Professionen aus Polizei, Jugendämtern, Beratungsstellen, Schulen, Familiengerichten, Frauenhäusern fanden dazu im vergangenen Jahr statt.

Wichtiges Ziel der Gleichstellung ist es, das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen aus der Anonymität zu holen. So nutzt sie unter anderem den jährlich sattfindenden „Orange Day“ am 25. November, um auf das Thema aufmerksam zu machen.
Genau aus diesem Grund wurde auch die Aktion „Orange Bank gegen Gewalt“ im vergangenen Jahr weitergeführt und 13.000 Notfallkärtchen mit wichtigen Anlaufstellen für Opfer häuslicher Gewalt gedruckt. Diese werden derzeit kreisweit in allen Apotheken und in vielen Arztpraxen verteilt.

09.01.2024/005

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