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Rhein-Sieg-Kreis

Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2024

Freiwillige im Dienste unserer Natur – aufklären statt anmaulen

Rhein-Sieg-Kreis (db) – Nein, „Sheriffs in Grün“ sind die Naturschutzbeauftragten des Rhein-Sieg-Kreises tatsächlich nicht. Das wird im ihnen gewidmeten Artikel des aktuellen Jahrbuches des Kreises mehr als deutlich. Frank Hoffmann und Bianca Boeckel würdigen das Engagement der ehrenamtlich im Dienste unserer Naturschutzgebiete Tätigen auf mehreren Seiten der neuesten Ausgabe unter dem Titel: „Ehrenamt im Rhein-Sieg-Kreis – Von Engagement und Zusammenhalt“.

Alles begann vor inzwischen 41 Jahren: zu fünft legten die ersten Naturschutzbeauftragten des Kreises los. Damals gab es im Rhein-Sieg-Kreis noch deutlich weniger Naturschutzgebiete, als heute. Bei der Kreisgründung im Jahr 1969 waren es lediglich vier: das Siebengebirge, die Wahner Heide, der Rodderberg und den Gagelbestand an den Stallberger Teichen bei Lohmar.

Zum Alltag der Naturschutzbeauftragten gehört es, Bürgerinnen oder Bürger auf mögliches Fehlverhalten hinzuweisen. Die Klassiker sind dabei Wandernde oder Mountainbikes abseits ausgewiesener Wege beziehungsweise freilaufende Hunde im Naturschutzgebiet.  Die ehrenamtlich Tätigen sind jederzeit für Fragen offen und stehen mehr für Aufklärung als für Tadel.

Im Laufe der Zeit verankerte sich der Natur- und Umweltschutzgedanke immer tiefer in der Gesellschaft - inzwischen gibt es bei uns im Rhein-Sieg-Kreis 118 Naturschutzgebiete. Damit stieg auch die Zahl der Naturschutzbeauftragten stetig an: 53 ehrenamtlich tätige Frauen und Männer gehören inzwischen zum Team. Die Naturschutzbeauftragten sind an ihrem Dienstabzeichen zu erkennen und können sich mit einem Dienstausweis und einer Dienstmarke ausweisen.

Bei Bedarf beraten die Naturschutzbeauftragten auch alle, die etwas für den Natur- und Landschaftsschutz tun wollen, wie zum Beispiel durch die Anpflanzung von Streuobstwiesen oder Pflege von Hecken oder Bäumen. Außerdem klären sie über Naturschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen auf, die von der Unteren Naturschutzbehörde in ihrem Ort vorgenommen werden oder beabsichtigt sind und informieren die Behörde über Natur- und Umweltschäden wie beispielsweise Gehölzbeseitigungen oder illegale Abfallablagerungen.

Voraussetzungen für Interessierte sind ein polizeiliches Führungszeugnis, das Wissen über die Geschichte des Einsatzgebietes und die Natur, der Wille, den Natur- und Umweltschutzgedanken weiterzuvermitteln sowie die Bereitschaft, sechs bis zehn Stunden pro Woche zu investieren.

Das Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2024 „Ehrenamt im Rhein-Sieg-Kreis – Von Engagement und Zusammenhalt“ ist in der Edition Blattwelt von Reinhard Zado erschienen und für 18 Euro im Buchhandel erhältlich. Weitere Informationen unter rhein-sieg-kreis.de/jahrbuch.

Nach dem Jahrbuch ist auch immer wieder vor dem Jahrbuch: Im neuen Jahrbuch wird es um „Demokratie (er-)leben“ gehen. Es wird sich mit unterschiedlichen Facetten von Achtung, Toleranz und Mitbestimmung befassen, die als demokratische Werte für unsere vielseitige Gesellschaft stehen. Die Redaktion freut sich über Vorschläge, Ideen und Anregungen, bevorzugt per E-Mail unter jahrbuchrhein-sieg-kreisde, oder 0172 8880503.

02.01.2024/001

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