Rhein-Sieg-Kreis (an) – Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 begann auch im Siebengebirge eine Zeit totalitären Terrors, der sich gegen alle richtete, die sich nicht in das neue politische System einfügten oder nicht den ideologischen und rassistischen Vorstellungen der neuen Machthaber entsprachen.
„Ausgegrenzt. Verfolgt. Ermordet. Die Opfer der Nationalsozialisten im Siebengebirge“ heißt eine Sonderausstellung, die aktuell im Siebengebirgsmuseum, Kellerstraße 16, in 53639 Königswinter zu sehen ist. Dr. Ansgar Klein führt am Freitag, 22. August 2025 von 13:00 Uhr bis 14:30 Uhr durch diese Ausstellung und gibt Einblicke, wie sich der nationalsozialistische Machtanspruch in der öffentlichen Verwaltung etablierte und schließlich das gesamte gesellschaftliche Leben durchdrang.
Im Fokus stehen dabei die Opfer aus der Region, die systematisch ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden, weil sie nicht in die weltanschaulich geprägte Norm der Nationalsozialisten passten. Thematisiert wird auch der Wandel in der Erinnerungskultur durch die historische Aufarbeitung und das Gedenken insbesondere der jüdischen Opfer.
Eine verbindliche Anmeldung beim Kreisarchiv unter 02241 13-2928 oder gedenkstaetterhein-sieg-kreisde ist erforderlich. Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 15 Personen. Der Eintritt in das Siebengebirgsmuseum inklusive Führung kostet 5,50 Euro.
22.07.2025/234