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Rhein-Sieg aktuell

40 Jahre Gleichstellung in der Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Jetzt wurde Jubiläum gefeiert: „40 Jahre Gleichstellung in der Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises: damals, heute und morgen“ hieß es im voll besetzten Raum Sieg/Agger im Siegburger Kreishaus, zu der die Gleichstellungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises eingeladen hatte.

„In diesen vier Jahrzehnten hat sich viel bewegt. Alles begann mit politischem Mut“, betonte Kreisdirektorin Svenja Udelhoven in ihrer Begrüßungsansprache. „In der Kreisverwaltung hat sich das Thema Gleichstellung im Laufe der Jahre weiterentwickelt und ist heute fester Bestandteil unserer modernen Verwaltung“, hob Kreisdirektorin Udelhoven hervor. „Ein großer Teil der Gesellschaft vertritt die Werte von Gleichstellung und Gleichberechtigung. Es ist wichtig, ins Gespräch zu kommen, Verständnis für Feminismus und Gleichbehandlung zu haben, um in eine gute Zukunft blicken zu können“, stellte Katja Milde, Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises fest.

Das Erreichte sei keine Selbstverständlichkeit, sondern sei in Verwaltung, Politik und Gesellschaft mit Beharrlichkeit und Ausdauer vorangetrieben worden. Darin waren sich die Gleichstellungsbeauftragten der vergangenen Jahre einig: angefangen bei der Pionierin in dieser Aufgabe, Monika Lohr, Kreisdirektorin a.D., sowie die ehemaligen Gleichstellungsbeauftragten Annerose Heinze, Kreisdirektorin a.D., Ulla Schrödl, Judith Schiementz, Irmgard Schillo und Brigitta Lindemann. Die Autorin und Sozialwissenschaftlerin Rebekka Endler und Annette Rathschlag, vom Frauenzentrum Troisdorf, lenkten den Blick auf heutige Herausforderungen und die Notwendigkeit von Frauenarbeit. Dies sei eine strukturelle Aufgabe, die die ganze Gesellschaft betreffe und noch viel Anstrengung bedeute.

Jede der sieben Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Sieg-Kreises prägte neue Aufgabenfelder, Akzente, gar Meilensteine: von der Einrichtung einer Gleichstellungskommission, der Wiedereingliederung von Frauen ins Berufsleben, dem Frauenförderplan in der Kreisverwaltung, dem Wegweiser für von Gewalt betroffene Frauen im Rhein-Sieg-Kreis über die Einrichtung eines Gleichstellungsausschusses, der Regionalstelle „Frau & Beruf“, der Einrichtung eines zweiten Frauenhauses, der anonymen Spurensicherung bei Sexualstraftaten, der Einrichtung des „Runden Tischs gegen häusliche Gewalt“ bis zu den kreisweiten Veranstaltungen Betrifft: Frauen, dem Audit berufundfamilie, Girls´ and Boys´ Day, der Aktion „Orange Bank gegen Gewalt“ und digitalen Veranstaltungsangeboten.

Die Vernetzung mit den Gleichstellungsbeauftragten der neunzehn Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis, der Polizei, der Frauenhilfe-Infrastruktur und weiteren Kooperationspartnern wurde stetig ausgebaut und hat sich bis heute bewährt. Dies zeigt sich in der Vielzahl der Veranstaltungen wie besonders auch zum Beispiel bei den standardisierten Kooperationswegen zum Schutz und zur Unterstützung Betroffener nach einem Polizeieinsatz bei häuslicher Gewalt im Rhein-Sieg-Kreis.

Die gesellschaftliche Gleichberechtigung von Männern und Frauen, wie sie 1949 von den Müttern und Vätern des Grundgesetzes in Absatz 2 Artikel 3 grundgelegt worden war, bedarf des Einsatzes auch der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten.

Die Ausstellung „40 Jahre Gleichstellung in der Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises: damals, heute und morgen“ in der Eingangshalle des Siegburger Kreishauses, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, ist noch bis zum 16. März 2026 zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen und Beratungsangeboten sind unter rhein-sieg-kreis.de/betrifft-frauen und runder-tisch-gegen-haeusliche-gewalt-rsk.de zu finden.

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