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Rhein-Sieg aktuell

Argumentationstraining gegen Antisemitismus

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Das Argumentationstraining gegen Antisemitismus erfährt eine Fortsetzung: im Rahmen der Veranstaltungsreihe 2026 der „Gedenkstätte Landjuden an der Sieg e.V.“ findet am Montag, 23. März 2026, von 17:00 bis 20:00 Uhr, im Kreishaus, Raum Agger, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, ein Workshop „Argumentationstraining gegen Antisemitismus“ mit Saskia Klemp M.A. Mitarbeiterin des Kreisarchivs, statt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine verbindliche Anmeldung beim Kreisarchiv, entweder telefonisch über 02241 13 2928 oder per E-Mail gedenkstaetterhein-sieg-kreisde ist erforderlich. Die maximale Teilnehmerzahl sind 25 Personen. Eine Teilnahme an den vorherigen Workshops ist nicht Voraussetzung.

Die Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) verzeichnen eine deutliche Zunahme antisemitischer Straftaten seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023. Viele Jüdinnen und Juden fühlen sich weltweit Anfeindungen und gewalttätigen Angriffen ausgesetzt. Es ist für jede Gesellschaft, aber insbesondere in Deutschland nach den Erfahrungen der nationalsozialistischen Diktatur und der Schoah, wichtig, gegen menschenfeindliches Denken, gegen Entmenschlichung und jede Form von Diskriminierung zu argumentieren und sich klar für eine verfasste und demokratische Gesellschaft zu positionieren. Antisemitismus ist hierbei ein gravierendes und oft weiterhin unterschätztes Problem. Jüdinnen und Juden, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gedenkstätten, Initiativen und anderen politischen Institutionen, sind Anfeindungen und Übergriffen ausgesetzt. Doch wie kann man antisemitischen und diskriminierenden Parolen entgegentreten?

Im Kontext des Veranstaltungsprogrammes fanden bereits mehrere Seminare zum Thema Antisemitismusprävention statt. Hier ging es vorwiegend um die Vermittlung eines informativen Überblicks über die Geschichte des Phänomens Antisemitismus als ideologische Weltanschauung in Geschichte und Gegenwart. Hierbei entstand der Wunsch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, den Praxisbezug zu vertiefen. Bei diesem Workshop liegt nun die Erprobung von Argumentationen, Diskussionen und Auseinandersetzungen über antisemitische Anfeindungen im Fokus. Wie kann man mutig einen Standpunkt vertreten? Wie kann man auf der Straße reagieren, wenn man Fälle antisemitischer Agitation beobachtet? Die Veranstaltung dient vor allem der Überwindung von Ohnmacht und Überforderung im Angesicht von populistischen Vereinfachungen, Fake News und Vorurteilen. Es geht darum, in Verantwortung, eine Gesellschaft zu fördern, die auf Respekt, Toleranz und Demokratie basiert und um das gemeinsame Erlernen, wie man sich aktiv gegen Hass einsetzen kann.

Hinweis:

Von März bis November 2026 ist die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, Bergstraße 9, in 51570 Windeck-Rosbach, an den ersten und dritten Sonntagen im Monat (außer an christlichen und jüdischen Feiertagen) von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet und zusätzlich an Sonntagen, an denen Vortragsveranstaltungen stattfinden: 01.03., 15.03., 19.04., 03.05., 10.05., 17.05., 31.05., 07.06., 21.06., 28.06., 05.07. 19.07., 02.08., 16.08., 06.09., 20.09., 18.10., 01.11. und 15.11.. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten sind Gruppenführungen (ab 10 Personen) nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Eintrittspreise: 2 Euro pro Person, bei Gruppen ab 10 Personen 1 Euro pro Person zuzüglich 25 Euro für die Führung (ausgenommen hiervon sind Schulklassen). Für Mitglieder des Fördervereins ist der Eintritt frei.

04.03.2026/064

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