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Rhein-Sieg-Kreis

Inklusion: Kreisverwaltung geht mit gutem Beispiel voran

Rhein-Sieg-Kreis (db) – Zehn Prozent der Menschen im Rhein-Sieg-Kreis haben eine schwere Behinderung. Das sind fast 60.000 Menschen. Die Kreisverwaltung möchte für alle Besucherinnen und Besucher eine gut erreichbare Anlaufstelle sein – darauf macht der Rhein-Sieg-Kreis zum Welttag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember 2023 aufmerksam.

Neben den Angeboten des Kreises zu verschiedenen Hilfestellungen und Beratungen, betrifft dies auch die Kreisverwaltung selbst. „Wir möchten, dass Menschen mit Behinderung sich im Kreishaus genauso bewegen können, wie Menschen ohne Einschränkung“, sagt die Behindertenbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, Bettina Lübbert. „Dies ergänzt unsere Bemühungen, behinderten Menschen einen möglichst normalen Alltag zu ermöglichen und sie als selbstverständlichen Teil unserer Gesellschaft am öffentlichen Leben teilhaben zu lassen.“

Seit August 2023 ist die Kreisverwaltung „Assistenzhundefreundliche Kommune“. Selbstverständlich haben diese tierischen Helfer Zutritt zum Kreishaus und zu allen Außenstellen. Nach wie vor sind Assistenzhunde nicht überall willkommen. Das führt für Menschen, die auf die tierische Hilfe angewiesen sind, zu großen Problemen. Assistenzhunde unterstützen Menschen mit Sinnesbehinderungen, körperlichen Einschränkungen und auch neurologischen Beeinträchtigungen ein Leben lang.

Zudem verfügt das Kreishaus in Siegburg über eine barrierefreie Infotheke. Dieser Bereich im Foyer ist mit einem Rollstuhl unterfahrbar. Der Infoplatz ist auch mit einer Induktionsschleife ausgestattet. Durch diese spezielle Technik können Menschen mit Hörbeeinträchtigung besser verstehen, was die Mitarbeitenden sagen. Dieser Platz ist speziell gekennzeichnet. Mittelfristig sollen auch 2 Plätze im Straßenverkehrsamt mit Induktionsschleifen ausgestattet werden.

Sowohl im Unter- als auch im Erdgeschoss der Kreisverwaltung befinden sich barrierefreie Zugänge. Menschen im Rollstuhl oder auch Besucherinnen und Besucher mit Kinderwagen können das Kreishaus dort über automatische Türen betreten. Anfang des kommenden Jahres wird die Eingangshalle dann mit einem Blindenleitsystem ausgestattet. Sogenannte taktile Elemente im Boden weisen dann Menschen mit Sehbehinderung den Weg zur Infotheke, zu den Aufzügen oder zu den Toiletten.

Im Wartebereich vor dem Straßenverkehrsamt befindet sich ein Terminal, der Auskünfte über die Busverbindungen ab dem Siegburger Bahnhof informiert. Menschen mit Sehbehinderung können sich diese über einen entsprechenden Taster vorlesen lassen. Geplant ist zudem, alle Aufzüge der Kreisverwaltung innerhalb der nächsten Jahre auszutauschen und durch barrierefreie Kabinen zu ersetzen.

23.11.2023/389

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