Rhein-Sieg-Kreis (hei) – In feierlichen Rahmen überreichte jetzt (2. September) Dr. Michael Rudersdorf, Dezernent für Recht und Ordnung, in Vertretung von Landrat Sebastian Schuster an 155 Personen ihre Einbürgerungsurkunden im Dr.-Franz-Möller-Saal des Siegburger Kreishauses.
„Sie werden heute Teil des deutschen Staatsvolks“, mit diesen Worten begrüßte Dr. Michael Rudersdorf die Neubürgerinnen und Neubürger. „Ab dem heutigen Tag genießen Sie die gleichen Rechte und Pflichten“, darauf machte Michael Rudersdorf aufmerksam und verband dies mit dem Appell, dass „wir uns dafür einsetzen müssen, dass Deutschland das Land bleibt, in dem wir gerne leben wollen.“ Er bedankte sich auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilung Personenstands- und Staatsangehörigkeitswesen, welche die einzubürgernden Personen teils über Jahre betreut haben, und ermunterte die zukünftigen Neubürgerinnen und Neubürger, sich bei Fragen oder Problemen auch an Ludwig Neuber, den Neubürgerbeauftragten des Rhein-Sieg-Kreises, zu wenden.
Fawzia Abdo, die 2017 aus Syrien nach Deutschland kam, wohnt seitdem mit ihren drei Kindern in Siegburg. Die 11- 14- und 15-jährigen Jugendlichen besuchen Siegburger Schulen. Nach einer IT-Ausbildung sowie dem Erwerb der deutschen Sprache arbeitet Fawzia Abdo bei der Deutschen Post sowie im Verkauf. „Deutschland ist uns eine echte Heimat geworden; die Kinder und ich fühlen uns hier sehr wohl. Ich schätze meine Selbstständigkeit und die vielen Chancen, die mir und den Kindern offenstehen“, so Fawzia Abdo.
Der überwiegende Teil der Einbürgerungsbewerberinnen und Einbürgerungsbewerber kam mit 42 Personen aus Syrien. Die übrigen zukünftigen Neubürgerinnen und Neubürger besaßen bisher die Staatsangehörigkeit der nachfolgend genannten Staaten:
Afghanistan (3), Aserbaidschan (3), Bangladesch (3), Belgien (1), Bosnien und Herzegowina (4), Bulgarien (2), Griechenland (1), Großbritannien (1), Indien (2), Iran (9), Irak (5), Kamerun (5), Kenia (2), Republik Kosovo (3), Libyen (1), Marokko (4), Mauritius (1), Namibia (1), Nordmazedonien (1), Niederlande (1), Peru (1), Philippinen (1), Polen (3), Rumänien (1), Russische Föderation (13), Serbien (9), Thailand (1), Türkei (21), Tunesien (1), Ukraine (4), Ungarn (1) und die Vereinigten Staaten von Amerika (3). 1 Person war bisher staatenlos.
Mit 29 Personen wohnen die meisten der zukünftigen Neubürgerinnen und Neubürger in Sankt Augustin. Des Weiteren sind sie in Alfter, Bad Honnef, Bornheim, Eitorf, Hennef, Königswinter, Lohmar, Meckenheim, Neunkirchen-Seelscheid, Niederkassel, Rheinbach, Siegburg, Swisttal, Wachtberg und in Windeck zu Hause.
Unter den 155 neuen deutschen Staatsangehörigen befinden sich 59 weibliche und 56 männliche Erwachsene sowie 40 Kinder. Von den 155 Einbürgerungskandidaten wurden 33 bereits in der Bundesrepublik Deutschland geboren.
Insgesamt erhielten an zwei Tagen in dieser Woche 288 Personen ihre Einbürgerungsurkunden ausgehändigt.
Vor der eigentlichen Einbürgerung gaben die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ein Bekenntnis auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ab; dieses lautet: „Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.“ Dieses Bekenntnis wurde zum Schluss der Einbürgerungsfeier mit dem Singen der deutschen Nationalhymne bekräftigt.
Persönlicher Ansprechpartner für alle Zugewanderten ist der Neubürgerbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, Ludwig Neuber. Er bietet nach vorheriger Vereinbarung Sprechstunden an. Termine können mit ihm unter 02295 902318 oder 0160 8230810 oder unter ludwigneuberde vereinbart werden. Der Kontakt kann auch über das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises, - Der Landrat -, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, Telefon 02241 13-3066, E-Mail: integrationrhein-sieg-kreisde erfolgen.
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