Veranstaltungsinformationen
Datum & Uhrzeit
18:30Buchvorstellung und Lesung mit Dr. Anna Hájková
Während des Holocaust bildete sich in der Häftlingsgesellschaft von Theresienstadt eine eigene soziale Hierarchie heraus. Dabei entschieden kleine Unterschiede zwischen den Häftlingen – ihr Alter, ihre Herkunft oder ihre frühere Arbeit – über Leben und Tod. In den dreieinhalb Jahren des Bestehens des Lagers schufen die Häftlinge ihre eigene Kultur und ihre eigenen Gewohnheiten, schlossen sich zusammen, verliebten sich und gründeten neue Familien.
Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen legt Anna Hájková erstmals eine analytische, trans- nationale Kultur-, Sozial-, Geschlechter- und Organisationsgeschichte Theresienstadts vor und bietet damit neue Einsichten in die Geschichte des Holocaust. (www.transcript-verlag.de (Öffnet in einem neuen Tab))
Anna Hájková ist eine tschechische und britische Historikerin mit dem Schwerpunkt europäische Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie forscht und publiziert zur jüdischen Alltagsgeschichte und zur queeren Geschichte von Opfern des Holocaust. Seit 2013 lehrt sie an der britischen Universität Warwick.
Eintritt
5 Euro, Vorverkauf im Stadtmuseum, Restkarten an der Abendkasse.