Inhalt anspringen
Rhein-Sieg-Kreis

„Was Israel mit den Palästinensern macht, ist das Gleiche wie die Nazis!“

Gedenkstätte "Landjuden an der Sieg"

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

16:00 bis 19:00

Argumentieren im Nahost Konflikt: Differenzierung von politischer Kritik und Hassrede - Seminar mit Saskia Klemp M.A.

In der öffentlichen Diskussion über den Nahostkonflikt stoßen wir häufig auf sehr emotionale und extreme Aussagen – zum  Beispiel Vergleiche zwischen der Politik Israels und der nationalsozialistischen Diktatur.

Der Angriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 sowie die darauffolgende israelische Militäroffensive in Gaza und der aktuell eskalierende Konflikt zwischen der Islamischen Republik, dem Libanon und Israel bringen weltweit starke und häufig gegensätzliche Reaktionen hervor und führen zu großen Debatten. Wie kann man gleichsam Mitgefühl für die katastrophale humanitäre Lage im Gazastreifen und die Opfer des pogromartigen Massakers der Hamas auf Israel zum Ausdruck bringen? Wie argumentiert man deeskalierend vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl antisemitischer Straftaten und anhaltenden Folgen für sie Sicherheitslage in Deutschland?

Auch im dritten Jahr nach dem Terrorakt ist eine zunehmende Hass- und Gewaltbereitschaft gegen Jüdinnen und Juden in Deutschland festzustellen. Zugleich wird zu Gewalt gegen den Staat Israel aufgerufen, werden Anschlagspläne gegen (pro-)jüdische Einrichtungen durch Sicherheitsbehörden aufgedeckt und vielfach das Existenzrecht Israels verneint.

Extremistische Gruppierungen nutzen antisemitische Narrative und Feindbilder gegenüber Israel, um ihre Weltbilder zu legitimieren und Anschlussfähigkeit an breitere gesellschaftliche Diskurse zu gewinnen. Diese gemeinsame Feindmarkierung schafft unerwartete Allianzen und zunehmende Polarisierungen in der deutschen Gesellschaft. Wie kann man sich aktiv für einen produktiven, schlichtenden Diskurs einsetzen?

In diesem Workshop lernen Teilnehmende, wie man politische Kritik fundiert formuliert, ohne in Hassrede und antisemitische Stereotype abzurutschen.

Historische und politische Vergleiche werden kritisch geprüft und Strategien für respektvolle und differenzierte Argumentation in hitzigen Debatten erarbeitet. Dabei wird auf praxisnahes Üben gesetzt: Interaktive Analyse von Aussagen, Diskussionstechniken und Argumentationsübungen werden mit dem Ziel eingesetzt, die eigene Position klar und überzeugend zu vertreten – ohne verletzend oder pauschalisierend zu werden.

Eintritt

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine verbindliche Anmeldung beim Kreisarchiv ist erforderlich unter 02241 13-2928 oder gedenkstaette@rhein-sieg-kreis.de. Maximale Teilnehmerzahl: 25 Personen.

Seite teilen

Erläuterungen und Hinweise

Wir verwenden auf rhein-sieg-kreis.de ausschließlich funktionale Cookies. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.