Veranstaltungsinformationen
Datum & Uhrzeit
18:30Eine literarisch-musikalische Reise durch Schlesien. Konzert-Lesung mit Prof. Dr. Ute Büchter-Römer und Nadja Bulatovic.
„Was sind wir Menschen doch!“ schreibt Andreas Gryphius und fährt fort: „Ein Wohnhaus grimmer Schmerzen“ und verweist in fast allen seinen Dichtungen auf die Vergänglichkeit des Menschen. Gryphius, Martin Opitz und Angelus Silesius gehören zu den bedeutendsten Dichtern des Barock in deutscher Sprache. Sie reflektieren das Elend des Dreißigjährigen Krieges.
Im Mittelpunkt der romantischen Lyrik steht Joseph von Eichendorff. Die Sehnsucht nach einem Zuhause, das „Zauberwort“ in der Natur, das Dämonische der Natur sind Inhalte seiner Gedichte, deren tiefer Grund seine Erlebnisse im elterlichen Schlossgarten gesehen werden können. Gerhart Hauptmann lebte lange Zeit in Schlesien. In seinem Drama „Die Weber“ klagt er die Not der schlesischen Weber an. Zwischen allem treibt Rübezahl sein Spiel. Er hilft den unschuldig in Not geratenen Rechtschaffenen, bestraft die Hartherzigen und Gierigen und ist geliebte Legende. Carl Maria von Weber lebte als Dirigent unter anderem in Breslau und Franz Schubert hat durch seine Großmutter schlesische Wurzeln.
Auch jüdische Persönlichkeiten wie Ferdinand Lassalle, Edith Stein oder Anita Lasker-Wallfisch werden in der Konzert-Lesung Berücksichtigung finden.
Konzept und Rezitation: Prof. Dr. Ute Büchter-Römer
Klavier: Nadja Bulatovic
European Days of Jewish Culture 2026
Der Europäische Tag der jüdischen Kultur (EDJC) wurde 1999 erstmalig ausgerichtet und findet am ersten Sonntag im September statt. In diesem Jahr fällt er auf Sonntag, 6. September.
Diese Veranstaltung will dazu beitragen, die Geschichte und Kultur des europäischen Judentums stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Aus diesem Anlass öffnen in vielen Ländern Europas und somit auch in verschiedenen Teilen Deutschlands Synagogen, Friedhöfe, Gedenkstätten und Museen ihre Pforten.
Eintritt
13 Euro (für Mitglieder des Fördervereins Gedenkstätte Landjuden an der Sieg e. V.) bzw. 15 Euro; Kartenvorverkauf im Stadtmuseum Siegburg sowie Restkarten an der Abendkasse.