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Verwaltung / Politik

Affenpocken – Wichtige Informationen des Gesundheitsamtes

Hier haben wir einige wichtige Hinweise für Sie zusammengestellt.

Bei Affenpocken handelt es sich um eine meldepflichtige Krankheit, über die das Gesundheitsamt informiert werden muss. 

Die Kontaktdaten der Gesundheitsaufsicht finden Sie hier:

Das Gesundheitsamt ermittelt gemeinsam mit der infizierten Person mögliche Kontaktpersonen, berät die Betroffenen und veranlasst bei Bedarf über die örtlichen Ordnungsämter eine behördliche Anordnung zur so genannten häuslichen Absonderung (Isolierung, Quarantäne).

Virus und Ansteckung

Affenpocken hatten ihren Ursprung im westlichen Afrika und sind erstmals 1970 in der Demokratischen Republik Kongo und in jüngerer Vergangenheit auch in weiteren afrikanischen Ländern, in den USA und Europa aufgetreten. 

Der erste Fall der aktuellen westafrikanischen Variante wurde am 7. Mai 2022 in London diagnostiziert. In der Bundesrepublik Deutschland trat der erste Fall am 19. Mai 2022 in Bayern auf.

Affenpocken werden über enge Körperkontakte (Hautkontakte) übertragen. 

Alle bisherigen Fälle sind mild bis moderat verlaufen. Der Verlauf erstreckt sich meist über einen Zeitraum von bis zu vier Wochen. In der Regel zeigen sich zu Beginn Fieber und Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen und eine Vergrößerung der Lymphknoten, bevor insbesondere im Urogenital- und Analbereich, aber auch im Gesicht, an Händen und Füßen der namengebende, pockige Hautausschlag einsetzt.

Diagnose

Die Diagnose kann durch die Hausärztin oder den Hausarzt erfolgen, das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt jedoch, sich bei spezifischem Verdacht an eine infektiologische Ambulanz (z.B. Unikliniken Bonn oder Köln) zu wenden.

Isolierung von Erkrankten und Kontaktpersonen

Es ist wichtig, dass sich infizierte Personen für die Dauer der Erkrankung gewissenhaft isolieren, d.h. möglichst in einem Zimmer bleiben. Im Idealfall sollten sie Zugang zu einem eigenen Badezimmer haben.  

Das Affenpockenvirus ist in der Lage, über lange Zeiträume (Tage bis Monate) auf Oberflächen oder Stoffen zu überleben. Daher sollten Bettzeug und Haushaltsgegenstände nicht mit anderen Personen geteilt werden. 

Impfung und Therapie

Es liegt ein geeigneter Pocken-Impfstoff vor.

Für Risikogruppen (Personen, die engen körperlichen Kontakt zu einer infizierten Person hatten sowie Personen mit einem erhöhten Expositions- und/oder Infektionsrisiko) will die Ständige Impfkommission (STIKO) präventive Impfungen empfehlen. Den Beschlussentwurf finden Sie hier:

Personen, die (bis 1976 in der BRD bzw. bis 1982 in der DDR) gegen die „echten“ Pocken geimpft worden sind, verfügen nach bisheriger Einschätzung über eine Immunisierung.

Für die Akuttherapie existiert ein geeignetes Medikament. In der Regel klingen die Symptome aber ohne weiteres Zutun wieder ab.

Weitere Informationen

Umfassende Informationen zum Affenpocken-Virus hält das Robert-Koch-Institut bereit:

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