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Verwaltung / Politik

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Mahnwache vor dem Kreishaus

Mit einer besonderen Mahnwache vor dem Siegburger Kreishaus wird zum 25. November 2020 ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. Dies ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. 

222 Schaufensterpuppen werden vom Künstler Denis Meseg für die Mahnwache vor dem Kreishaus aufgestellt. Die Figuren sind in orangefarbenes Flatterband gehüllt. Die Farbe steht symbolisch für eine gewaltfreie Welt. Jede dritte Schaufensterpuppe ist zusätzlich besonders gekennzeichnet, da bundesweit jede dritte Frau von Gewalt betroffen ist. 

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Eine Aktion des Künstlers Denis Meseg
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Eine Aktion des Künstlers Denis Meseg
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Eine Aktion des Künstlers Denis Meseg
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Eine Aktion des Künstlers Denis Meseg
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Eine Aktion des Künstlers Denis Meseg
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Eine Aktion des Künstlers Denis Meseg
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Eine Aktion des Künstlers Denis Meseg
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Eine Aktion des Künstlers Denis Meseg

Häusliche Gewalt braucht Aufmerksamkeit

Landrat Sebastian Schuster will zusammen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Kreiskommunen, dem Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten und dem Runden Tisch gegen häusliche Gewalt im Rhein-Sieg-Kreis gerade in diesem Jahr auf das Thema aufmerksam machen und sich mit den Opfern solidarisch zeigen.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Eine Aktion des Künstlers Denis Meseg

"Häusliche Gewalt darf nicht länger ein Tabuthema sein“, sagt Landrat Sebastian Schuster. „Daran gilt es immer wieder zu erinnern – nicht nur am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.“ Opfer häuslicher Gewalt trauen sich oft nicht, darüber zu sprechen – aus Scham oder aus Angst. Diese Übergriffe finden oft im Verborgenen statt und haben durch die Corona-Krise noch einmal eine besondere Gewichtung erhalten. Da viele soziale Kontakte derzeit nicht stattfinden, spielt sich das Leben zu einem großen Teil zuhause ab. 

Aber das eigene Zuhause ist für viele Frauen und ihre Kinder kein sicherer Ort: alle 45 Minuten wird, statistisch gesehen, eine Frau in Deutschland Opfer von versuchter oder vollendeter Körperverletzung durch den (Ex-) Partner in Form von häuslicher Gewalt.

Daher kommt der Arbeit des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt auch aktuell besondere Bedeutung zu: "Die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Runden Tisch bietet den größtmöglichen Schutz für die Opfer", betont Brigitta Lindemann, Gleichstellungsbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises.

Videos von Ella Anschein zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

"Im Griff"
"Tanz"

Runder Tisch will Opfer besser schützen

Der Runde Tisch arbeitet seit 2002 daran, den Schutz bei häuslicher Gewalt zu verbessern, verlässliche Hilfestrukturen im gesamten Kreis zu etablieren und Standards für die Zusammenarbeit zum Abbau häuslicher Gewalt zu entwickeln.  Zudem soll durch intensive Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden, die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren und Betroffene sowie ihr näheres Umfeld durch gezielte Aufklärungsarbeit zu unterstützen.

Es ist wichtig, dass Opfer von Gewalt Hilfsangebote bekommen. Nachbarinnen und Nachbarn können besonders in der jetzigen Zeit eine wesentliche Hilfe für Betroffene sein, indem sie auf Alarmsignale für häusliche Gewalt achten. Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt empfiehlt, Betroffene anzusprechen und Unterstützung anzubieten. Entscheidend ist, nicht wegzuschauen!

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