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Verwaltung / Politik

Die aktuellen Corona-Regeln für den Rhein-Sieg-Kreis

Inhalt

  1. Welche Regeln gelten aktuell für den Rhein-Sieg-Kreis?
  2. Geimpfte und Genesene brauchen keinen Schnelltest mehr
  3. Anforderungen an die Tests
  4. Infektionsbescheinigung durch den Rhein-Sieg-Kreis

Für den Rhein-Sieg-Kreis gilt seit Samstag, 31. Juli 2021, die nächsthöhere Inzidenzstufe, die so genannte Inzidenzstufe 1.  

Der Rhein-Sieg-Kreis hatte am Donnerstag, 22. Juli 2021, erstmals die Grenze von 10 überschritten und lag am Donnerstag, 29. Juli 2021, den achten Tag in Folge über dem Schwellenwert. Damit erfolgt ab dem übernächsten Tag (Samstag, 31. Juli 2021) die Hochstufung von Inzidenzstufe 0 in Inzidenzstufe 1 und es gelten wieder restriktivere Regelungen. 

Die aktualisierte Corona-Schutzverordnung gilt bis einschließlich 19. August 2021. 

Welche Regeln gelten aktuell für den Rhein-Sieg-Kreis?

Die neuen Corona-Regeln ab 31. Juli 2021

Grundsätzlich gilt: Geimpfte und Genesene (Immunisierte) sind negativ getesteten Personen gleichgestellt, sofern sie nicht typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus oder einer akuten Infektion aufweisen. Auch für Geimpfte und Genesene gelten jedoch weiterhin die allgemeinen Schutzmaßnahmen, etwa die Maskenpflicht.

Maskenpflicht
Es gilt bereits seit der Inzidenzstufe 1 für das Land NRW (seit Montag, 26. Juli 2021) wieder eine generelle Maskenpflicht in Innenräumen:
Nicht nur im ÖPNV und im Einzelhandel und in Arztpraxen, sondern auch in Innenräumen von Gaststätten, Museen, Zoos etc., bei Bildungsveranstaltungen, Gottesdiensten, Versammlungen, bei der Erbringung körpernaher Dienstleistungen und generell in allen für den Kundenverkehr geöffneten Innenräumen muss mindestens eine medizinische Maske getragen werden.

Im Freien gilt die Maskenpflicht grundsätzlich in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern oder bei Veranstaltungen mit mehr als 1.000 teilnehmenden Personen (außer am festen Sitz- oder Stehplatz). Die Städte und Gemeinden können darüber hinaus weitere Anordnungen zur Maskenpflicht in Außenbereichen treffen.

Mindestabstand
Im öffentlichen Raum gilt grundsätzlich der Mindestabstand von 1,5 Metern.

Kontaktbeschränkungen
Treffen im öffentlichen Raum sind ohne Begrenzung für Angehörige aus fünf Haushalten erlaubt. Zusätzlich dürfen immunisierte Personen aus weiteren Hausständen teilnehmen. Außerdem sind Treffen im öffentlichen Raum für 100 Personen mit negativem Test aus beliebigen Haushalten erlaubt; auch hier dürfen immunisierte Personen zusätzlich teilnehmen.

Kommen ausschließlich immunisierte Personen zusammen, gibt es weder eine Begrenzung für die Personenzahl, noch für die Zahl der Haushalte.

Einzelhandel, der nicht Grundversorgung ist
Unabhängig von der Größe des Geschäftes ist eine Person pro 10 qm zulässig.

Gastronomie
Außen- und Innengastronomie sind ohne negative Tests erlaubt, sofern nicht andere Vorgaben der Corona-Schutzverordnung - wie z.B. die allgemeinen Kontaktbeschränkungen für Treffen im öffentlichen Raum - einen Test erfordern.

Außerschulische Bildung
Außerschulische Bildungsangebote sind bei ausreichender Belüftung ohne Maske an einem festen Sitzplatz möglich.

Präsenzunterricht ist innen und außen ohne Test erlaubt.

Musikunterricht mit Gesang/Blasinstrumenten ist innen mit bis zu 30 Personen ohne Test erlaubt. Für Angebote mit Gesang gilt das nur, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten oder eine Maske getragen wird.

Kinder-/Jugendarbeit
Gruppenangebote sind innen mit 30 und außen mit 50 jungen Menschen und ohne Test erlaubt. Ferienangebote und Ferienreisen sind mit negativem Testnachweis oder beaufsichtigtem Selbsttest möglich.

Kultur
Veranstaltungen, Theater, Oper, Kinos sind mit bis zu 1.000 Personen ohne Mindestabstand, aber mit negativem Testnachweis oder – alternativ - mit Mindestabstand und ohne Testnachweis erlaubt. Mehr als 1.000 Personen sind zulässig, sofern ein Sitzplan, ein negativer Testnachweis sowie die Einhaltung des Mindestabstands oder eine Sitzordnung nach Schachbrettmuster gewährleistet sind.

Der nicht berufsmäßige Probenbetrieb innen mit Gesang/Blasinstrumenten kann mit 30 bzw. 50 Personen (letzteres, wenn in besonders großen Räumen wie z. B. Kirchen geprobt wird) stattfinden, wenn ein negativer Testnachweis vorliegt. Im Freien entfällt die Testpflicht.

Museen usw. können ohne Terminvergabe öffnen. Musikfestivals etc. sind noch untersagt.

Sport
Außen und innen ist Kontaktsport mit bis zu 100 Personen möglich, für kontaktfreien Sport gibt es innen und außen keine Personenbegrenzung. Kontaktnachverfolgung ist erforderlich, teilweise auch Mindestabstände.

Innen sind bis zu 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauer (max. 33 Prozent der Kapazität) erlaubt, sofern negative Tests, ein Sitzplan, die Einhaltung des Mindestabstands oder eine Sitzordnung nach Schachbrettmuster gewährleistet sind.

Außen sind bis zu 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zulässig (max. 50 Prozent der Kapazität). Bei mehr als 5.000 Zuschauerinnen und Zuschauern sind ein Negativtestnachweis und ein Hygienekonzept erforderlich.

Freizeit
Freibäder dürfen ohne vorherigem Test genutzt werden. Für alle anderen Bäder, Saunen usw. und Indoorspielplätze gilt: Die Nutzung ist mit negativen Tests und Personenbegrenzung erlaubt.

Bordelle usw. dürfen mit negativen Test und sichergestellter Rückverfolgbarkeit öffnen.

Clubs und Diskotheken mit Außenbereichen können diese Außenbereiche für bis zu 250 Personen öffnen, sofern negative Tests vorliegen und die Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist. Der Betrieb von Diskotheken, Clubs etc. in Innenräumen ist aufgrund der Inzidenzstufe 1 des Landes NRW untersagt.

Die Öffnung von Freizeitparks ist mit negativen Tests und Personenbegrenzung möglich.

Messen/Märkte
Jahr- und Spezialmärkte mit Personenbegrenzung sind möglich. Mit negativen Tests sind auch Kirmeselemente zulässig. Messen und Ausstellungen mit Personenbegrenzung und Hygienekonzept sind möglich.

Tagungen/Kongresse
Tagungen, Tagungen, Kongresse und vergleichbare Veranstaltungen sind innen mit bis zu 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglich, sofern negative Tests vorliegen und die einfache Rückverfolgbarkeit gewährleistet ist. Im Freien sind sie auch mit mehr als 1.000 Personen (max. 33 Prozent der Kapazität) und ohne Negativtestnachweis zulässig, die einfache Rückverfolgbarkeit muss aber sichergestellt sein.

Beherbergung/Tourismus
Die volle gastronomische Versorgung für private Gäste ist erlaubt. Busreisen ohne Kapazitätsbegrenzung sind möglich, wenn alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Regionen mit einer Inzidenz von unter 35 kommen.

Private Veranstaltungen (ohne Partys)
Private Veranstaltungen sind außen mit bis zu 250 Gästen und innen mit bis zu 100 Gästen sowie negativen Tests und sichergestellter Rückverfolgbarkeit zulässig. Draußen gilt keine Maskenpflicht, im Innenbereich entfällt sie an Tischen, wenn die besondere Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

Partys
Partys sind außen mit bis zu 100 Gästen und innen mit bis zu 50 Gästen ohne Abstand möglich, sofern negative Tests vorliegen und die Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

Abgrenzung von privaten Veranstaltungen und Partys
Die Abgrenzung von Partys und vergleichbaren Feiern von anderen privaten Veranstaltungen nimmt das Land NRW unter infektiologischen Gesichtspunkten vor. Die strengeren Regeln für Partys gelten nach dem Begleiterlass des Landes zur Coronaschutzverordnung für Veranstaltungen, bei denen nach dem so genannten „typischen Gepräge“ mit der dauerhaften Einhaltung der Mindestabstände und ggf. Maskenpflichten nicht sicher gerechnet werden kann, z.B. weil getanzt wird.

ÖPNV
Hier gilt unabhängig von der Inzidenzstufe:
Fahrgäste im ÖPNV müssen ab 6 Jahren weiterhin grundsätzlich eine medizinische Maske tragen. Kinder von 6 bis 13 Jahren sind von dieser Pflicht dann ausgenommen, wenn die medizinische Maske aufgrund der Passform „nicht sitzt“ – sie müssen dann eine Alltagsmaske als Ersatz tragen.

Medizinisch notwendige und sonstige Dienst- und Handwerksleistungen
Dienstleistungen im Gesundheitswesen (einschließlich Physio-, Ergotherapeuten, Podologen, medizinischer Fußpflege, Logopäden, Hebammen etc., Hörgeräteakustikern, Optikern, orthopädische Schuhmachern etc.), die medizinisch notwendig sind oder im Rahmen der Frühförderung erbracht werden, sind weiterhin ohne Negativtest möglich, auch wenn zulässigerweise nicht oder nicht dauerhaft eine Maske getragen wird.

Sonstige Körpernahe Dienst- und Handwerksleistungen (v.a. Friseurleistungen, Gesichtsbehandlung, Kosmetik, Fußpflege, Nagelstudios, Maniküre, Massage, Tätowieren und Piercen) sind ebenfalls weiterhin ohne Negativtestnachweis zulässig, Der Mindestabstand darf nur zwischen der Kundin oder dem Kunden einerseits und der leistungserbringenden Person andererseits unterschritten werden, muss aber zwischen Kundinnen und Kunden untereinander ständig gesichert eingehalten werden.

Testpflicht für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Es gilt weiterhin: Beschäftigte ohne vollständigen Impfschutz oder Genesenen-Nachweis, die mindestens fünf Tage aufgrund von Urlaub oder ähnlichen Abwesenheiten nicht gearbeitet haben, müssen nach der Rückkehr am ersten Tag an ihrem Arbeitsplatz ein negatives Testergebnis vorweisen oder vor Ort einen Test durchführen. Krankheit oder Home-Office-Zeiten lösen keine Testpflicht aus. Nach Information des MAGS greift die Testpflicht immer dann, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine komplette Arbeitswoche „urlaubsbedingt“ nicht „im Betrieb“ waren.

Übrigens: Das Land NRW hat die Kontaktadresse coronanrwde eingerichtet, an die sich Bürgerinnen und Bürger mit Fragen zur Coronaschutzverordnung wenden können. 

Weitere Infos finden Sie hier:

Geimpfte und Genesene brauchen keinen Schnelltest mehr

Vollständig Geimpfte und Genesene sind seit 3. Mai 2021 in Nordrhein-Westfalen negativ getesteten Personen gleichgestellt. Das Land NRW hat zu diesem Zweck die Coronaschutzverordnung angepasst.

Die Immunisierung und somit Befreiung von der Testpflicht kann nachgewiesen werden durch:

  1. den Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff, also durch den Eintrag im Impfpass.
  2. den Nachweis eines positiven Testergebnisses, das auf einer Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt, oder
  3. den Nachweis eines positiven Testergebnisses nach Nummer 2 in Verbindung mit dem Nachweis der mindestens 14 Tage zurückliegenden Verabreichung mindestens einer Impfstoffdosis gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.

Der Unterschied zwischen 2 und 3 ist, dass innerhalb der ersten sechs Monate nach der Infektion/dem positiven PCR-Test schon durch die Infektion von einer ausreichenden Immunisierung ausgegangen wird (Nr. 2). Danach, also nach mehr als sechs Monaten, ist eine zusätzliche Impfdosis erforderlich (Nr. 3). Die Sechs-Monatsfrist taucht in Nr. 3 nicht auf, weil auch eine länger zurückliegende Infektion plus Impfung eine ausreichende Immunisierung gewährleistet.

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Land NRW hat in diesem Zusammenhang auch die Coronabetreuungsverordnung und die Coronaeinreiseverordnung angepasst, so dass auch die Testpflicht in Schulen und das Erfordernis der Freitestung von einer Einreisequarantäne für Geimpfte und Genesene entfallen. 

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  • Rhein-Sieg-Kreis

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