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Verwaltung / Politik

Die aktuellen Corona-Regeln für den Rhein-Sieg-Kreis

Seit Freitag, 1. Oktober 2021, gilt die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. Geprägt ist auch die Neufassung, die weitere Lockerungen mit sich bringt, von den 3G-Regeln. 

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens berücksichtigt das Land NRW auch darin drei Leitindikatoren: die 7-Tage-Inzidenz, die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz (Fälle der Coronapatienten im Krankenhaus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) und die Auslastung der Intensivbetten.

Das sind die wichtigsten Neuregelungen im Überblick:

Corona-Regeln ab 1. Oktober 2021 - Infografik 1
Corona-Regeln ab 1. Oktober 2021 - Infografik 2
Corona-Regeln ab 1. Oktober 2021 - Infografik 3
Corona-Regeln ab 1. Oktober 2021 - Infografik 4

Keine Maskenpflicht im Freien mehr
Die neue Corona-Schutzverordnung sieht unter anderem den Wegfall der Maskenpflicht im Freien vor. Bislang galt, dass in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern sowie bei Sport-, Kultur und sonstigen Veranstaltungen im Freien mit mehr als 2.500 Besucherinnen und Besuchern das Tragen einer Maske erforderlich war.
Diese Pflicht fällt weg. Trotzdem wird weiterhin auch im Freien das Tragen einer Maske dringend empfohlen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann, typischerweise ist das insbesondere in Warteschlangen und Anstellbereichen der Fall.

PCR-Test kann durch kurzfristigen Schnelltest ersetzt werden
Überall dort, wo bislang nicht immunisierte Personen einen PCR-Test als Zugangsvoraussetzung (z.B. für Diskotheken) oder als Bedingung für den Entfall der Maskenpflicht (z.B. bei Chorproben) benötigt haben, kann ab 1. Oktober auch alternativ ein Schnelltest verwendet werden, wenn dieser höchstens sechs Stunden alt ist.

Mehr Zuschauerinnen und Zuschauer bei Großveranstaltungen
Bei Großveranstaltungen (Sportveranstaltungen, Konzerten, Musikfestivals und ähnlichem) entfällt die absolute Obergrenze von 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern vollständig.
Bei Großveranstaltungen im Freien wird darüber hinaus die relative Obergrenze von 50 Prozent der regulären Zuschauerkapazität gelockert. Hier können nun alle Sitzplätze voll belegt werden, wenn die Veranstalterin bzw. der Veranstalter sicherstellt, dass außerhalb der Plätze Masken getragen werden. In Innenräumen gilt die Höchstgrenze von 50 Prozent oberhalb von 5.000 Zuschauerinnen und Zuschauern unverändert.

Keine besonderen Abstände/Trennwände in der Innengastronomie mehr vorgeschrieben
In der Innengastronomie sind besonderen Abstände oder Trennwände zwischen den Tischen nicht mehr zwingend erforderlich. Vielmehr werden die Einhaltung des Abstands oder der Einsatz von Trennwänden lediglich empfohlen. Es bleibt aber bei der Maskenpflicht außerhalb des festen Sitz- oder Stehplatzes.

Kein 3G-Nachweis mehr für medizinische oder pflegerische Dienstleistungen
Mit der Neufassung der Corona-Schutzverordnung entfällt die 3G-Regel für medizinische oder pflegerische Dienstleistungen. Für sonstige körpernahe Dienstleistungen – z.B. Friseurleistungen, Kosmetik – bleibt der 3G-Nachweis weiterhin verpflichtend.

Schülerinnen und Schüler brauchen in den Ferien auch einen Test- oder Immunisierungsnachweis
Grundsätzlich gilt: Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Immunisierungs- oder Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gelten aufgrund ihres Alters als Schülerinnen und Schüler und benötigen weder einen Immunisierungs- oder Testnachweis oder eine Schulbescheinigung. Für die Ferien (11. bis 24. Oktober 2021) gilt diese Regelung allerdings durch die Neufassung der Corona-Schutzverordnung nicht! Das bedeutet, dass Kinder und Jugendliche ab dem Schuleintritt dort, wo die 3G-Regel gilt, in den Herbstferien auch einen Test- oder Immunisierungsnachweis benötigen. Kinder bis zum Schuleintritt benötigen weiterhin keinen Test, sie sind getesteten Personen gleichgestellt. 

Was gilt grundsätzlich?

3G-Nachweis
Die aktuelle Corona-Schutzverordnung schreibt vor, dass bestimmte Angebote und Einrichtungen nur genutzt bzw. besucht werden dürfen, wenn eine vollständige Impfung, Genesung oder eine negative Testung vorgewiesen werden kann (3G-Regel = geimpft, genesen, getestet). Für alle Personen, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, besteht bei bestimmten Aktivitäten eine Pflicht zum Nachweis eines negativen Antigen-Schnelltests oder eines negativen PCR-Tests.
Wichtig: Kinder und Jugendliche ab dem Schuleintritt benötigen in den Ferien auch einen Test- oder Immnunisierungsnachweis (siehe oben).

Die Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests (= POC-Test) gilt für

  • Veranstaltungen in Innenräumen
  • Sport in Innenräumen
  • Innengastronomie
  • körpernahe Dienstleistungen mit Ausnahme von medizinischen oder pflegerischen Dienstleistungen
  • Beherbergung
  • Großveranstaltungen im Freien (mit mehr als 2.500 Personen)
  • touristische Busreisen (Testpflicht für nicht immunisierte Personen bei Anreise und erneut nach jeweils weiteren vier Tagen)
  • Kinder- und Jugend sowie Familienerholungsfahrten von öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe (Testpflicht für nicht immunisierte Personen bei Anreise und erneut nach jeweils weiteren vier Tagen; hier ist ein gemeinsamer beaufsichtigter Selbsttest möglich)
  • betriebserlaubnispflichtige stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (im Sinne der §§ 45 ff. des Achten Buches Sozialgesetzbuch)
  • den Besuch von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe, Unterkünften für Geflüchtete sowie stationären Einrichtungen der Sozialhilfe

Der Test darf maximal 48 Stunden alt sein.

Die Pflicht zur Vorlage eines negativen PCR-Tests gilt für

  • Clubs
  • Diskotheken und ähnliche Einrichtungen
  • Tanzveranstaltungen einschließlich privaten Feiern mit Tanz (z.B. auch Hochzeitsfeiern)
  • sexuelle Dienstleistungen

Wichtig: Der PCR-Test kann ab 1. Oktober 2021 auch durch einen Schnelltest ersetzt werden, wenn dieser höchstens sechs Stunden alt ist.

Maskenpflicht
Es besteht weiterhin unabhängig von Inzidenz-Werten und für alle Personen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im öffentlichen Personennahverkehr, im Handel, in Innenräumen mit Publikumsverkehr und für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen.

AHA-Regeln
Die bekannten und bewährten AHA-Verhaltensregeln werden weiterhin empfohlen: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag eine Maske tragen.
Und: Einrichtungen mit Besucher- oder Kundenverkehr sind verpflichtet, bestimmte Lüftungs- und Hygieneregeln umzusetzen.

Die neue Corona-Schutzverordnung gilt zunächst bis einschließlich 29. Oktober 2021. 

Das Land NRW hat unter der Rufnummer 0211 855-5 auch eine Hotline eingerichtet, an die sich Bürgerinnen und Bürger mit Fragen zur Coronaschutzverordnung wenden können.

Weitere Infos sowie die komplette Corona-Schutzverordnung finden Sie hier:

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