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Aktionstag "Fest der Sinne"

An dem Aktionstag werden den Kindern verschiedenste Aktionen angeboten, die ihre Sinne anregen und fordern.

Familienzentrum „Seelkirchen“, Neunkirchen-Seelscheid

Ziel: Förderung der Sinneswahrnehmung
Zielgruppe: Kinder und Familienangehörige der Einrichtung.
Zeitlicher Umfang: Das Fest dauert ungefähr 3 ½ Stunden.
Benötigte Räumlichkeit: Alle Räume der Einrichtung und evtl. der Außenbereich werden genutzt.
Material: Ausstattung der Stationen, z.B. für die Station „Fuß-Tast-Straße“: Kartons oder Kisten zum Befüllen, Augenbinden, Sand, Mulch, runde Steine, Stöcke, Sägespäne, warmes oder kaltes Wasser.
Organisation: Vorbereitung der verschiedenen Stationen inkl. Materialbeschaffung. Die Mitwirkung der Eltern, besonders bei der Betreuung der Stationen, ist unerlässlich.

Jeden Sommer feiert das Neunkirchen-Seelscheider Familienzentrum „Seelkirchen“ das „Fest der Sinne“, ein Aktionstag, bei dem in verschiedenen Angeboten alle Sinne der Kinder angesprochen und herausgefordert werden. Ob Kneipp-Gang, Tast-Rätsel oder Wohlfühlmassage – alles, was die Sinne der Kinder anregt und in der Einrichtung realisiert werden kann, wird angeboten. So können den Kindern neue Erfahrungen ermöglicht und ein abwechslungsreiches Programm geboten werden.

Das ist mit ein wenig Aufwand in puncto Auf- und Abbau verbunden, macht aber in erster Linie Spaß. So blickt man in der Kita „Seelkirchen“ jedes Jahr freudig auf das nahende Fest. Die ErzieherInnen  planen kurz vorher, welche Aktionen sie anbieten wollen und wer welche Materialien besorgt – dann steht dem Aktionstag auch schon nichts mehr im Wege.

Zu Beginn des Aktionstags wird in den einzelnen Gruppen gemeinsam und gesund gefrühstückt. Gestärkt, ziehen die rund 80 Kinder dann in die Turnhalle. Den Kleinen werden nun alle Stationen vorgestellt. Das ist wichtig, da sie anschließend eigenständig und nach Lust und Laune von Aktion zu Aktion gehen können. 

Auch die Eltern können sich aktiv miteinbringen, so z.B. bei der Betreuung der Stationen oder der gesonderten Angebote für die Kleinsten. 

Beispiele für Sinnes-Stationen

Fußtast-Straße: Mit verbundenen Augen gehen die Kinder barfuß durch mehrere mit unterschiedlichen Materialien befüllte Kartons oder Kisten, ein Betreuer führt sie dabei. Wenn genügend Kisten vorhanden sind, können sich die Kinder ihren Parcours auch selbst erstellen. Mögliche Materialien sind: Sand, Mulch, runde Steine, Stöcke, Sägespäne, warmes oder kaltes Wasser.

Partnermassage: Zu einer vorgelesenen Geschichte massieren sich die Kinder gegenseitig den Rücken. Dazu führt ein/e Erzieher/in die zur Erzählung passenden Massagebewegungen vor. In Neunkirchen-Seelscheid wurde hierzu letztes Jahr die Geschichte eines Nilpferdkindes erzählt: Das Jungtier gleitet eine Rutsche hinunter (Finger bewegen sich den Rücken nach unten); es findet eine Pfütze und suhlt sich vergnügt im Schlamm (mit den Händen den Rücken streichen und patschen) … zu Hause muss es sich dann einer gründlichen Reinigung unterziehen. 

Seilchen-Springen und Balancieren auf einer mit Kreide gezeichneten Linie sorgen für die Schulung des Gleichgewichtssinns. 

Schmecken verschiedener Obstsorten mit verbundenen Augen: So lernen die Kinder die leckeren Unterschiede zwischen Banane, Mango, Melone, Zitrone, Apfel, Birne oder Orange kennen.

Riechen verschiedener Kräuter und Gewürze: Es ist besonders herausfordernd für die Kinder, Düfte wie Zimt, Curry, Rosmarin, Lavendel, Vanille oder Orange zu unterscheiden.

Seifenrutsche: Sie ist das absolute Highlight des Fests der Sinne. Bei warmem Wetter wird im Außenbereich auf einer langen Plane, die eigentlich für den Bau einer Wasserrutsche verwendet wird, in Badeklamotten um die Wette gerutscht. Dazu wird die Plane mit Rasierschaum kräftig eingeschmiert. Im Anschluss erwartet die Kinder dann eine kalte Wasserdusche aus dem Schlauch.

Nach einem gemeinsamen gesunden Snack verewigen sich am Ende des „Fests der Sinne“ alle Kinder auf einem großen Plakat. Hier wird natürlich gemalt – Schreiben können die Kleinen ja noch nicht. Sind die Fotos vom Fest entwickelt, werden sie hinzugefügt und das Plakat für alle sichtbar an einer zentrale Stelle in der Einrichtung befestigt.